Dienstag, 1. Juli 2014

Jane Eyre

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Mit zehn Jahren kommt Jane Eyre in ein Internant, weit weg von ihren Verwandten Mrs. Reed und deren Sohn und zwei Töchter. Die Lowood Schule ist ein kalter, harter Ort bei dem die Lebensumstände ungesund und die Disziplin streng ist. Ihre Schulleiterin Miss Temple ist aber sympathisch und ihre neue Freundin Helen Burns hilft ihr soviel sie kann. Jane arbeitet sehr hart und wird sehr gut in der Schule. Mit 16 Jahren wird sie Lehrerin und bleibt für zwei weitere Jahre in Lowood.
Als Miss Temple heiratet und die Schule verlässt, findet Jane ihr Leben plötzlich langweilig und eintönig und möchte etwas ändern. Sie findet eine Stelle als Gouvernante. 
Janes neues Zuhause ist nun Thornfiel Hall, wo sie von der Haushälterin Mrs. Fairfax herzlich Willkommen geheißen wird und lernt auch gleich ihre neue Schülerin Adèle kennen, eine acht Jahre alte Französin. Adèle ist das Mündel von Mr. Rochester, dem Besitzer von Thornfield Hall, welcher sich dort allerdings selten aufhält.
Sie lässt sich für einige Monate als Gouvernante einstellen. Trotzdem sie glücklich ist fühlt sie sich doch ein wenig ruhelos. 
Dann kommt Mr. Rochester unerwartet nach Hause. Er ist ein launischer Mann mit einer dunklen Vergangenheit, aber er behandelt Jane sehr gut und zum ersten Mal in ihren Leben ist sie froh, sich mit jemandem Unterhalten zu können, der den gleichen Intellekt hat wie sie. Obwohl er schwierig ist und viele Fehler hat, erwartet sie mit Freude ihre interessanten Gespräche und ihr Respekt für ihn verwandelt sich in Liebe.
Es gibt ein Geheimniss auf Thornfiel Hall das Jane nicht lösen kann. Sehr oft hört sie ein seltsames, freudloses Lachen. Mrs. Fairfax sagt, es sei das Hausmädchen Grace Pool, welche den ganzen Tag nur in den oberen Räumen verbringt und mal selten zu Gesicht bekommt. Jane vermutet aber, das an der Geschichte mehr dran ist, als man ihr sagen will. 
Eines Nachts wird Jane von einem Geräusch vor ihrer Tür geweckt - erst ein unnatürliches Lachen, dann ein Stöhnen und das sich langsam entfernende Schritte. 
Sie zieht sich an um Mrs, Fairfax zu suchen. Als sie die Tür öffnet ist sie verwirrt, denn sie sieht eine brennende Kerze auf dem Boden und sieht das Rauch aus dem Zimmer von Mr. Rochester kommt. Sie stürzt in das Zimmer und versucht ihn zu wecken, da er nicht wach wird löscht sie das Zimmer von selbst.
Mr. Rochester dankt ihr, ihm das Leben gerettet zu haben.
Am nächsten Tag ist Jane ratlos, da sie erfährt, dass Mr. Rochester ganz plötzlich aufgebrochen ist um einige Bekannte zu besuchen. Er bleibt für ein paar Wochen weg und kommt dann mit einem ganzen Haus voller Gäste zurück. Mr. Rochester widmet seine Aufmerksamkeit besonders der hübschen Blanche Ingram.
Jane ist wütend, dass sie so zärtliche Gefühle für ihren Herren empfindet. Sie versucht ihre große Liebe zu ihm zu vergessen.
Doch sie weiß nicht, dass Mr. Rochester sie ebenfalls liebt und heiraten möchte. Aber da ist noch eine andere Frau von der Jane nichts ahnt...eine Frau, die ihr Glück zerstört und Verzweiflung in ihr Leben bringt.
Aber keine Sorge...es gibt ein Happy End :)

Meine Eindrücke:
Ich liebe das Buch. Es ist nicht perfekt, aber ich habe es total genossen, diesen Roman zu lesen. Es ist eine sehr spanndende Geschichte und glaubt mir, das Buch ist tausendmal besser als der Film. Das Buch gibt die exakte Geschichte wieder, die im Film ein wenig verändert wurde. Mr. Rochester mag ich, auch wenn er so ein Ekelpaket ist. Ich persönliche könnte zwar niemals mit ihm zusammen leben, aber ich bin ja auch nicht Jane ;) Es hat mir Spaß gemacht Jane Eyre kennen zu lernen. Das Buch ist in der ersten Person geschrieben wurden, deshalb ist es auch so einfach, ihre Gefühle und Sichtweisen zu verstehen. Sie ist ein sehr interessanter und komplexer Charakter und ich bewundere sie sehr. 
Auch von der Liebesgeschichte zwischen Jane und Mr. Rochester bin ich sehr berührt gewesen. 
Aber der Roman hat noch viel mehr als Romantik zu bieten...wie spannende Rätsel und schreckliche bzw gruselige Entdeckungen!
Das Ende des Buches war total süß.

Samstag, 28. Juni 2014

Jane Austen und ihre Heldinnen

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Ich denke, dass Elizabeth Bennet und Jane Austen viele gemeinsamkeiten haben. Beide sind sehr humorvoll, sie lieben es andere zu necken und wissen aber, wann sie ernst sein wollen. Auch ihre Familiensituationen sind fast die selben. Elizabeth engste Vertraute ist ihre Schwester Jane und Janes engste Vertraute ist ihre Schwester Cassandra. Auch Mr. und Mrs. Bennet scheinen Mr. und Mrs. Austen zu gleichen. Nach allem was ich gelesen habe schien Mr. Austen Jane zu bevorzugen; Mrs. Bennet versuchte Cassandra und Jane zu verheiraten. 

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Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen Jane und ihre Jugendliebe Tom Lefroy und Marianne und Willoughby. Wie man weiß, war Tom nur ein kleiner Flirt und Cassandra schimpfte immer über ihn. Obwohl es bei Marianne mehr Hingabe als ein Flirt ist. Wenn man Janes Briefe ernstnimmt dann hatte Jane eigentlich einen Heiratsantrag von Tom erwartet. Bei Willoughby war es fast genauso. Doch in beiden Situationen wurden beide plötzlich verlassen. Tom wurde weggeschickt, da man fand das sich Jane nicht als geeignete Frau für Tom eignete. 
Hier ein Zitat aus einem Brief von Jane an Cassandra:

"Du hast mich in deinem letzten langen Brief so sehr beschimpft, dass ich Angst habe dir von mir und meinem irischen Freund zu erzählen. Ich stelle mir vor das du die ganze Zeit über geschockt wärst in der Art wie wir zusammen sitzen und tanzen. Aber ich muss mich jetzt selbst damit auseinander setzten, denn er wird kommenden Freitag das Land verlassen, der Tag an dem wir in Ashe tanzen wollten. Er ist sehr gentlemanlike, gut aussehend, ein sympatischer junger Mann, dass versichere ich dir."

Hier haben wir wieder Gemeinsamkeiten: Elinor und Marianne; Cassandra und Jane. Cassandra versucht Jane zu warnen und Elinor versucht Marianne zu warnen. Auch in diesem Fall kann die ältere Schwester malen und die andere Klavier spielen.

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Anne ist die einzige Heldin die eine zweite Chance bekommt, als ob Jane ihre eigene Geschichte schreiben würde. Als sie jung war ähnelte sie vielleicht sehr Elizabeth Bennet: klug, humorvoll, Freude am  Tanz und Flirtaktionen mit Tom. Aber sie war eindeutig ein besserer Menschenkenner als Elizabeth. Als sie älter wurde ähnelte sie mehr Anne: Sie hat auch eine verlorene Liebe, die sie hinterher trauert und auch Jane wurde immer ruhiger in persönlichen Dingen.

Jeder verändert sich, wenn er älter wird. Anne so wie Jane haben eine Abneigung gegen Bath und beide müssen ihre Heimat verlassen um dort zu leben.

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Als Autorin brachte auch Jane Menschen zusammen, sie wählte wer wen heiraten sollte. Jane sagte, sie habe haselnussbraune Augen und auch Emma hat haselnussbraune Augen. Janes Lieblingsheld war außerdem Mr. Knightley. Als sie Emma schrieb, hat sie vielleicht beschrieben, wie sie sich ihren Traummann vorstellte. 

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Fanny war die Lieblingsheldin von Jane. Ihre Welten sind aber ein wenig unterschiedlich. Beide studierten Menschen und ihren Charakter. Auch Elizabeth Bennet tat das. Als Janes Vater starb musste sie oft umziehen zu reicheren Verwandten. Vielleicht beschrieb Jane ihre arme Situation wie die Fannys. Als Verwandte Jane beschrieben klang das ein wenig nach Fanny:
"Die Güte ihres Herzens,
die Süße ihres Temperaments,
und die außerordentliche Begabung ihres Geistes,
vor der alle Achtung hatten, die sie kannten 
und die wärmste Liebe ihrer intimsten Verbindungen."

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Wie Jane Austen wohl mit 17 Jahren war? Das werden wir niemals wissen; ihre Briefe begannen erst nach ihrem 20. Lebensjahr und Menschen können sich in drei Jahren sehr verändern. Wir wissen das Jane gerne laß seit sie ein kleines Mädchen war; sie war besonders in Mrs. Radcliffe's Romane vertieft. Ich glaube das Catherine Kindheit die von Jane wiederspiegelt. Catherine hat als Kind als das gerne gemacht, was auch Jane liebte: lesen, mit ihren Geschwistern Cricket spielen und Basketball.

Jane und Catherine hatten beide eine recht große Anzahl an Geschwistern und ihre Väter waren Geistliche.

Was ist eure Meinung?

Mittwoch, 25. Juni 2014

Umfrage: Lieblingsbuch

Es gab drei Gewinner: Persuasion, Pride & Prejudice und Sense & Sensebility mit Gleichstand

Dienstag, 24. Juni 2014

Pride & Prejudice von 2005

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Wo soll ich bloß beginnen? Wie soll ich den Film beschreiben? Wie soll ich ihn mit der perfekten Version von 1995 vergleichen? Was ich gedacht und gefühlt habe, als ich den Film geschaut habe? Den Soundtrack fande ich auch in den Film einfach wunderbar. Trotzdem ist es nicht so mein Ding auch wenn er ganz schön war. Was Jane Austen wohl darüber denken würde? Ich versuche trotzdem mein Bestes.

Der Film ist mit Keira Knightley als Elizabeth Bennet und Matthew Mcfayden als Mr. Darcy.

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Miss Bingley ist hochnäsig, Darcy ist melancholisch und Bingley ist bzw. benimmt sich total dämlich. Er wurde in dieser Version auch einfach als total doof hingestellt. Ich hatte den Eindruck, dass er nicht besonders viel im Kopf hatte. Miss Bingley hat diesmal nicht den Sinn der Figur erfasst. Aber sie war dafür sehr hübsch, wie auch im Roman beschrieben wurde.

Jetzt zu Mr. Darcy...mhm...
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Okay ich muss sagen, dass auch dieser Darcy mein Herz zum schmelzen bringt (nachdem ich mich mit abgefunden habe). Ich glaube Darcy lässt unser Herz immer höher schlagen, egal von wem er gespielt wird. 

Wie auch immer, ich finde er war nicht ganz so beleidigend wie er eigentlich sollte. Er kam mir auch nicht wirklich arrogant und eingebildet vor. Okay auf dem Ball in Meryton sagte er zwar, sie sei nicht schön genug. 
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Er hätte stolzer sein sollen. Es stimmt zwar, dass er nicht so schlecht ist wie er zu sein scheint, aber trotzdem hätte er zu Beginn arroganter und kälter sein sollen. Dieser Darcy sah immer ein wenig verloren aus als ob er nie so recht wüsste wohin. Er war nicht hochmütig sondern schüchtern und zurückgezogen. Das gute an ihm ist, dass er mehr gelächelt hat als Colin Firth.
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Jane Bennet fand ich wunderschön. Diese Version fande ich besser als die alte Jane. Jane soll sanft, liebevoll und zurückgezogen sein. Man konnte deutlich sehen, was sie für Bingley empfand, doch sie machte kein großes Treiben darum. Die Szene war so süß als Bingley um ihre Hand anhielt und sie tatsächlich vor Freude weinte.
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Süß oder? Jane hat in dieser Version für mich klar gewonnen.
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Ich mag Keira Knightley sehr...aber als Elizabeth Bennet? Ich konnte mich immer noch nicht entscheiden ob das wirklich passt. Ich meine, sie ist ebenfalls wunderschön. Ihre Augen strahlen. Und auch ihre Haare sind sehr hübsch. Nur ihre Kleidung war nicht wirklich passend. Elizabeth ist zwar temperamentvoll aber nicht respektlos. Aber ihre Ausdrücke und barfuß auf der Schaukel sitzen passt einfach nicht zu dem Charakter. Tut mir leid an alle Keira Knightley Fans.
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Jetzt zum Rest der Bennet-Familie...Mr. Bennet war ja mal echt mega eintönend und schnarch langweilig.
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Mrs. Bennet war ziemlich mitfühlend, was man gar nicht so von ihr kennt. Mary ist total hübsch aber langweilig-was sie ja eigentlich auch sein soll. 
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Kitty war für meinen Geschmack viel zu albern. Ich weiß, Kitty soll ja auch albern sein. Aber die Szene beim Merytonball wo sie und Lydia Weingläser in der Hand halten und so extrem lachen...ähm...kichern-prusten-kichern...Entweder sollte Kitty sturz betrunken sein oder sie war einfach ein Dummkopf. Halt Stopp. Kitty IST ein totaler Dummkopf. Aber ich finde, dass passt zu ihr.
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Eine perfekte Lydia. Sie ist auch endlich mal richtig jung und sie sieht mehr aus wie ein Teenager in der Pubertät. Wickham fand ich von Anfang an total grauenvoll. Adrian Lukis passt einfach nicht dazu.
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Meine Lieblingsszene ist als Bingley und Darcy den Heiratsantrag üben. Einfach herrlich.
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Dieser Collins ist total anders als die alte Version von ihm. Jane Austen beschreibt ihn nicht als schleimig sondern als pompös, langweilig und humorlos. Trotzdem kann ich nachvollziehen warum Charlotte ihn geheiratet hat. 
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Georgiana war zu lebendig. Außerdem sieht sie noch viel zu jung aus. Aber ganz sicher nicht wie 16. Georgiana sollte schüchtern und zurückhaltend sein...diese Georgiana ist es nur zur Häflte. Ich war schon ein wenig enttäuscht von ihr. 
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Der Film ist schön, aber er kommt nicht im mindesten an die Version von 1995 heran. Ich denke, der Fehler war, dass sie den Film versuchten modern zu gestalten um es so den Zuschauern leichter zu machen. Und deswegen haben sie das wichtigste vergessen. Jane Austen schrieb über Menschen und ihre Verbundenheit zu anderen.

Der Italiener oder Der Beichtstuhl der schwarzen Büßermönche

Die Handlung beginnt in Neapel, Italien im 18. Jahrhundert in der Kirche von Santa Maria del Pianto wo ein englischer Reisender mit einem italienischen Mönsch spricht. Der Engländer bemerkt einen ungewöhnlichen Mann in einem dunklen Bereich der Kirche, der den Mönchen ermorden will. Als der Engländer den Mönchen fragt, warum er sich in der Kirche geschützt fühlt übergibt ihm der Mönch eine Geschichte. Diese liest sich der Engländer in seinem Zimmer durch. 


Um was es in der Geschichte geht und was der Mörder mit allem zu tun hat...das müsst ihr selber lesen ;)

Udolphos Geheimnisse von Ann Radcliffe

Emily St. Aubert ist die Heldin in dem Gothik-Klassiker. Wenn wir Emily das erste Mal begegnen ist sie ein sehr glücklich Mädchen, dass mit ihrem Vater und iher Mutter zusammen wohnt. Alles ist so wie es sein soll. Aber diese glückliche Existenz dauert nicht lange. Der Anfang des Endes beginnt mit dem Tod ihrer Mutter. Untröstlich aber tapfer ziehen Vater und Tochter weg um darüber hinweg zu kommen. Er ist nicht mehr der gleiche wie nach dem Tod seiner Frau. Die liebe Emily ist sich nicht bewusst, in welcher Situation sie sich befindet. Sie ist dem da sein eines Waisenkindes sehr nahe. Aber sie spürt das mit ihrem Vater und ihrer Welt etwas nicht in Ordnung ist. Auf ihrer Reise begegnen sie den jungen Mann Monsieur Valancourt. So reisen sie nun zu dritt weiter. Aber er kann nicht für immer bei ihnen bleiben. Und so gehen sie schließlich getrennte Wege. Ihr Ziel ist die Provence und das Mittelmeer. Die Sehenwürdigkeiten sind einzigartig. Alle haben eine gute Zeit. Während einem Aufenthalt in einem fremden Cottage verändert sich der Vater zum schlechteren. Kurze Zeit später stirbt er. Emily macht sich auf den Weg nach Hause, mit einer geheimen Mission. Der letzte Wunsch ihres Vaters war einige Papiere zu verbrennen, die er in seinem Arbeitszimmer versteckt hatte. Und das ohne sie zu lesen. Sie ist ein wenig erstaunt, dass ihr Vater Geheimnisse vor ihr hatte. Aber sie ist ein gutes Mädchen und macht, was von ihr verlangt wurde. Sie findet auch ein Portrait einer geheimnissvollen Frau, das ihr Vater bei sich hatte und dabei geweint hat. Sie behält diesen Portrait bei sich. Was sich später als nützlich erweißt. Emilywürde gernen ihren eigenen Weg gehen. Emily kommt in die Obhut einer Tante, die sie zuvor noch nie gesehen hatte. Eine Frau namens Madame Cheron. Sie ist grausam, herzlos und gedankenlos. Und die arme Emily steht unter ihrer Kontrolle. Und sie hat eine tiefe Abneigung gegen Emily. Jemand wirbt um Madame Cheron. Ein Graf namen Montoni. Sobald die beiden heiraten wollen, wird Emilys Leben zum Alptraum. Beide ziehen mit Emily nach Venedig. Dort kommt Montonis wahre Natur zum Vorschein. Aber es ist nur ein Bruchteil von dem Horror, der noch kommt. Emily wird von dem Grafen Morano verfolgt. Dieser Kerl lässt kein Nein als Antwort gelten. Aber Montoni befiehlt ihr ihn zu Heiraten. 
Doch wie es das Schicksal so will, müssen Montonie, Madame Cheron und Emily auch Venedig fliehen. Sie lassen sich in dem verlassenen Schloss Udolpho nieder. Die ehemalige Haushälterin heißt Laurentini. Erst jetzt bekommt Emily die schlimmsten Befürchtungen. Montoni erweißt sich als grausam und rachsüchtig. Und Madame Cheron merkt, was für ein großer Fehler es war ihn geheiratet zu haben. Die Madame hat etwas das er haben möchte. Sie hofft, damit eines Tages zu entkommen. Aber Emily scheint die einzige zu sein, die sich von Montonie befreien kann. 
Später richtet der grausame Graf sein Augenmerk auf Emily. Emilys einzige Freunde sind zwei Angestellte: Annette und Ludovico.....


Mehr verrate ich nicht. Emily steckt noch immer hoffnungslos unter Montonis Kontrolle. Und Emily träumt noch immer von ihrer großen Liebe gerettet zu werden: Valancourt. Emilys einziger Trost ist nachts am Fenster zu sitzen und auf ein Wunder zu hoffen. Wie es ausgeht müsst ihr selbst lesen...

Das Buch ist melancholisch und eindringlich. Die Charaktere sind kunstvoll dargestellt. Die Geschichte ist sehr schön. Als ich den Titel das erste Mal in Jane Austens Northanger Abbey gehört hatte, dachte ich Udolpho wäre ein Mann. 
Der Schreibweise kann man sehr leicht folgen, obwohl sie anders reden. Auch die Gefühle sind anders. Eine moderne Frau würde sich kaum wie Emily so gefangen halten lassen. Der Roman hat außerdem viel Humor.

Dienstag, 10. Juni 2014

Kurze Biografie über Jane Austen

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Diese kleine Biografie wird kurz und einfach zu lesen sein. Ein Leben voller Literatur und Religion, war für die meisten kein besonders erwähnenswertes Leben. 

Jane Austen wurde am 16.Dezember 1775 in Steventon geboren. Ihr Vater war 40 Jahre Rektor einer Pfarrei. Dort blieb er solange bis er 70 Jahre alt wurde. Dann reiste er mit seiner Frau, unserer Autorin und ihrer Schwester nach Bath bis er vier Jahre später starb. Mit einem besonderen Geschmack für die Literatur ist es nicht verwunderlich, dass seine Tochter Jane schon in jungen Jahren ihre eignene Sprache vervollkommte. Nach dem Tod ihres Vaters zog sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zu ihrem Bruder nach Southampton und ließ sich 1809 letztendlich in Chawton nieder. Von diesem Ort aus sandte sie der Menschheit ihre Romane. Einige dieser Romane waren Aufführungen ihres früheren Lebens. Obwohl sie in der Zusammensetzung ebenso schnell und korrekt war, verweigerte sie sich ihre Romane zu veröffentlichen, da sie an ihren eigenen Fähigkeiten zweifelte bis ihre Selbstzweifel durch den Charme und den Überredungen anderer gewichen waren. Die natürliche Verfassung, die regelmäßigen Gewohnheiten, der ruhige und glückliche Beruf unserer Autorin führte dazu das sie langsam in der Öffentlichkeit bekannt wurde. Aber ab 1816 kündigten sich tiefe und unheilbare Symptome an. Im Monat Mai 1817 soll die auf medizinische Raten hin nach Winchester reisen. Sie behielt bis zum Schluss ihre Fähigkeiten, ihr Gedächtnis, ihr Temperament und ihre ruhige und herzliche Zuneigung. Sie schrieb, wenn sie den Stift halten konnte und wenn er ihr zu schwer wurde nahm sie einen Bleistift. Am Tag vor ihrem Tod komponierte sie einige Strophen vollgestopft mit Fantasie und Kraft. Auf die letzte Frage hin, ob sie noch etwas wünsche, sagte sie: "Ich will nichts als den Tod."

Sie verstarb am Freitag, den 18.Juli 1817 in den Armen ihrer Schwester, bei der sie sich sicher und geboren fühlte. 

Jane Austen wurde am 24.Juli 1817 in der Kathedrale der Winchester Kirche begraben.

Sie besaß einen erheblichen Anteil von persönlichen Attraktionen. Ihre Statur war von voller Eleganz. Ihre Haltung war ruhig und anmutig. Ihre Züge waren besonders gut. Sie strahlte einen Ausdruck der Fröhlichkeit, Sinnlichkeit und des Wohlwollens aus - welche ihre richtigen Eigenschaften waren. Ihre Gesichtsfarbe war fein. Man könnte gar sagen, dass ihr Blut durch ihre Wangen sprach. Ihre Stimme war immer sehr süß. Sie zeigte sich mit Gewandheit und Präzision. Sie hatte nicht nur einen ausgezeichneten Geschmack beim Zeichnen, sondern auch eine große Gewandheit im Umgang mit dem Bleistift. Ihr eigenen musikalischen Fähigkeiten hielt sie sehr minderwertig. Sie liebte das Tanzen und zeichnete sich darin aus. 

Die Affektiertheit der Offenheit ist nicht ungewöhnlich; aber sie hatte keine Affektiertheit. Sie sprach nie hastig oder eine dumme oder strenge Äußerung. Ihr Temperament war so gebildet wie ihr Witz. Auch waren ihre Manieren ihrem Temperament unterlegen. Jeder in ihrer Gesellschaft hatte den Wunsch ihre Freundschaft und Wertschätzung zu erhalten. Sie war ruhig ohne Zurückhaltung oder Steifheit; und kommunikativ ohne sich aufzudrängen. Sie wollte nicht des Ruhmes wegen Schriftstellerin werden. Sie konnte kaum glauben, dass sie für Sense & Sensebility 150 Pounds bekamen. Nur wenige Begabte waren so anspruchslos. Sie betrachtete die Summe als Lohn für etwas, das sie nichts gekostet hat. Einige Leser werden sich fragen, warum ihr diese Romane nicht mehr Geld eingebracht haben. 

Ihre Lieblingsschriftsteller waren Johnson in Prosa und Cowper in Versen. 

Ein Merkmal muss noch beschrieben werden. Es scheint allen anderen unwichtig. Sie war durch und durch religiös und fromm; sie hatte Angst Gott zu beleidigen. 

London, Dezember 13, 1817
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Von Henry Austen. Erschien in der ersten Ausgabe von Northanger Abbey und Persuasion, in 1817. 

Sonntag, 25. Mai 2014

Pride & Prejudice von 1995

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Ich warne euch schon vorher. Es wird ein sehr langer Post voll mit Zitaten, Bildern und der Geschichten. Ihr wisst ja bereits was in P&P passiert. Ich schreibe was ich mag und was ich nicht mag. 
Jennifer Ehle As Elizabeth Bennett In Pride & Prejudice (1995)
Jennifer Ehle ist die perfekte Elizabeth Bennet. Geistreich, glanzvoll, attraktiv und mit schönen Augen. Ich liebe die Art, in der sie diese ernsten Szenen spielt - sie schaltet von total witzig auf total ernst, und bleibt dabei glaubwürdig. Nur das Weinen fand ich ein wenig merkwürdig, als sie dich Nachricht über Lydia und Wickham erfuhr. Ich liebe die Art, wie sie lustige Dinge herausbringt. Sie übertreibt nicht.
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Coline Firth ist der perfekteste Mr. Darcys überhaupt. Sie sieht genauso aus wie man sich Mr. Darcy immer vorgestellt hat - groß, dunkle Haare, gutaussehend) - er klingt sogar wie Mr. Darcy klingen sollte - sehr entschlossen und unerwartet. Ich habe keine Lieblingsszene, denn es sind alle in denen Mr. Darcy hervor kommt. Besonders bezaubernd ist dieses halbe-Lächeln.
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Bevor ich zu den anderen Charakteren komme muss ich sagen, dass Mr. Darcy im Roman allerdings viel mehr lächelt. 
Ich mag sehr die Beziehung zu seiner Schwester Georgiana. "Er ist so gut zu mir. Ich verdiene das nicht." Elizabeth antwortet: "Oh, ich denke das tust du. Dein Bruder denkt so, und wie wir wissen liegt er niemals falsch."
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Die Kleidung habe ich schon immer besonders geliebt. Ebenso wie die Frisuren. 
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Dieser Film ist einfach total elegant. Tee und hübsche Salons und der Englische Country Dance und die alten Sitten und Bräuche. Da würde ich am liebsten selber im Regency-England leben wollen. 
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Elizabeth und Mr. Darcy sind wie für einander geschaffen. Selbst wenn ihr den Film zum ersten Mal schaut und das Ende nicht kennt weiß man trotzdem einfach, dass beide zusammen kommen. Es ist einfach richtig so. Die Chemie stimmt. Egal ob beim verbalen Wortgefächt im Ballsaal oder der Streiterei nach Mr. Darcys ersten Antrag oder als beide beim Pianostück anlächelten. Darcy und Elizabeth stehlen gemeinsam den gesamten Bildschirm.

Es gibt einfach so unendlich viele fantastische Charaktere - egal ob gut oder schlecht!
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Anna Chancellor spielt Caroline Bingley. Ihr einschleimendes Lächeln, wenn Darcy in der Nähe ist. Ihre Witze über Elizabeth und ihr Vorliebe für Jane. 
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Julia Sawalha war perfekt für die Rolle der Lydia Bennet. Lydia mochte ich von Anfang an nicht. 
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Mrs. Bennet, gespielt von Alison Steadman, stiehlt wirklichen allen die Show. An diesen Charakter erinnert man sich immer. Sie ist schon eine Ikone in der Jane Austens Welt. Ihre ständigen Klagen über ihre armen Nerven bleiben einem besonders im Kopf hängen. Mrs. Bennet wird genau so dargestellt wie Jane Austen sie geschrieben hat. 

Und wo wir gerade beim Thema sind...
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David Bamber spielt Mr. Collins. Schmierig, glatt, aufgeblasen und total komisch. Collins ist einer der lustigsten Charakter von Jane Austen überhaupt. Ich finde, im Buch wird er weniger übertrieben dargestellt als im Film. Dafür ist er im Film lustiger als im Buch. Und er mag Charlotte Lucas sehr.
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Ich liebe die Musik des Filmes. 
Das ist meine Sicht der Dinge über den Film. Was ist eure?

Montag, 19. Mai 2014

Das Portrait

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Seit vielen Jahren gibt es ein Bild von einem unbekannten Mädchen in weiß - es ist bekannt das sie ein Mitglied der Austen Familie ist, aber ist die DIE Austen, die wir uns alle so sehr wünschen? Es gibt nur wenig bekannte Bilder von Jane Austen. 

 Die heutiges Besitzer des Rice Portraits (Nachkommen von Janes Bruder Francis) sind fest davon überzeugt, dass es echt ist und haben die letzten 5 Jahre damit verbracht, die Geschichte dieses Portraits zu entdecken. 

Die Geschichte um das Portrait von Jane Austen begann im Sommer 1788 als George Austen mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kinders Cassandra (15) und Jane (13) ihren Großonkel Francis zu besuchen und sein Heim The Red House in Sevenoaks, Kent. Francis Austen war ein enorm reicher und erfolgreicher Mann, er besaß mehrere Immobilien in Kent und Essex. Er war Experte in der Sicherung und Ansiedlung großer Ländereien durch Vererbung und zählte eine der wichtigsten Familien in England zu seinen Kunden; die Dorsets, die Berkeleys, die Cravens und viele andere.

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 Im Jahre 1788 war er 90 Jahre alt, nachdem er im Jare 1698 unter der Herrschaft von William III. geboren wurde. Seine zweite Frau Jane, die Janes Patentante gewesen ist, war nun tot und Francis wurde in seinem Alter selbstschweigend zum wohlwollenden Patriarchen der Familie. Ozais Humphrey hatte schon zwei Mal den Herzog von Dorset gemalt. Einmal als Wunsch des Herzogs und beim zweiten Mal auf eigenen Wunsch für das Red House. Francis war immer ein freundlicher und großzügiger Patron seines Neffen George Austen. Es ist kaum wunderlich, dass er darum bat ein Portrait von seinen beiden Nichten anfertigen zu lassen; ein Glück für Ozais, der 1788 wenig bei Kasse war, nachdem er im Frühjahr aus Indien zurück kam. Ozais verlangte für seine Portraits immer die Hälfte des Gehalts vorher, so gesehen als Anzahlung. Seine Berichte zeigen das er als 1.Hälfte 13 Guineas und die andere Hälfte zur Fertigstellung verlangte. 

Janes Hintergrund umfasst den Fluss Stour, der links des großen Hauses entlang fließt. Es werden herbstliche Farben verwendet für einen stürmischen Himmel. 

Onkel Francis starb 1791 und die beiden Portraits wurden seinem ältesten Sohn Francis Motley Austen vererbt, der zweite Besitzer des Portraits...

Mittwoch, 7. Mai 2014

Jane Eyre

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Es ist gar nicht so einfach Jane Eyre in einem Wort zu beschreiben. Aber ich mag sie sehr.
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 Auf den ersten Blick scheint Jane eyre ein bemitleidenswerter Charakter zu sein. Von ihrer Tante hatte sie nur Grausamkeiten erfahren, dann wurde sie auf ein schreckliches Internat geschickt und wurde sich selbst in einer gnadenlosen Welt überlassen...klingt nicht besonders einladend oder? Klingt nach einem melodramatischen viktorianischen Roman.

Wartet es IST ein melodramatischer viktorianischer Roman.


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Jane ist sanft und schüchtern - in ihren eigenen Worten arm, schlicht, klein und unbedeutend. Jane besitzt aber auch große Charakterstärke, eine unerschütterlichen Glauben und viel Temperament wenn sie provoziert wird. In dieser denkwürdigen Szene als Mr. Rochester sie bittet ihn zu heiraten, sagt sie ihm klipp und klar, warum sie Thornfield Hall verlassen will.
(Seite 352, Zeile 13) "Und ich sage Ihnen, dass ich gehen muss,", entgegnete ich leidenschaftlich. "Glauben Sie, dass ich bleiben kann, um ein Nichts für sie zu werden? Meinen Sie denn, dass ich ein Automat bin, eine Maschine ohne Gefühl? Und dass ich es ertragen kann, wenn man mir ein Bissen Brot vom Mund un den Wassertropfen aus meinem Becher wegstiehlt? Glauben Sie, dass ich ohne Seele, ohne Herz bin, weil ich arm, klein, hässlich und einsam bin? Sie irren sich! Ich habe eine ebenso große Seele wie Sie und ebenso viel Herz! Wenn Gott mir nur ein wenig Schönheit und Reichtum geschenkt hätte, so würde ich es Ihnen ebenso schwer gemacht haben, mich zu verlassen, wie es mir jetzt wird, von Ihnen zu gehen. Ich spreche in diesem Augenblick nicht zu Ihnen, wie es Bräuche und Konventionen erforderten, und es ist auch nicht die Stimme des Fleisches, die hier spricht - es ist meine Seele, die zu der Ihren redet. Es ist, als hätten wir beide das Grab hinter uns gelassen und stünden zu den Füßen Gottes - einander gleich, was wir ja sind!"
Im Allgemeinen ist Jane eine sehr sanfte Person, aber es gibt Zeiten in denen sie ihre Meinung einfach kundtun muss. 
Jane Eyre spricht offen und voller ehrlichkeit. "Ich mag Grobheit viel besser als Schmeichelei." Mit dieser Einstellung bekam sie in ihrer Kindheit viel Schwierigkeiten mit ihren verhassten Lehrern und ihrer Tante. 

Jane hat ihre Grundsätze und ihre Überzeugungen, die sie nicht so schnell erschüttern lässt. Wie auch immer, das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, so bekommt der Leser eine gesunde Dosis von Jane's Meinung über alles und jeden. "Konventionalität ist nicht Moral. Selbstgerechtigkeit ist keine Religion." 

Aber es gibt eine Sache, die ich manchmal nicht ganz verstehen kann - warum verliebte sie sich in Mr. Rochester?

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 Ich weiß ehrlich gesagt nicht immer, was ich von Mr. Rochester halten soll. Natürlich mag ich ihn. Aber er lügt sie an. Er geht eine Ehe mit Jane ein obwohl er seine erste Ehe noch nicht einmal aufgelöst hat. Er ist launisch und seltsam. (Nein, meine Lieben...das ist nicht besonders attraktiv.) Er ist gewalttätig. Er hat eine unmoralische Vergangenheit und ist ganz reuelos als Jane ihn damit konfrontiert. Jane ist dagegen ehrlich, treu, offen, moralisch und eine Frau der Rechtschaffenheit. Könnten zwei Menschen noch verschiedener sein?
 
Ihr kennt die Geschichte. Mr. Rochester will Jane heiraten, aber ein kleines Detail steht ihm im Weg - seine verrückte Frau, eingesperrt auf dem Dachboden. Als Jane all dies erfährt verlässt sie kurzerhand Thornfield Hall...natürlich nicht ohne vorher ein intensives emotionales Trauma zu haben.
(Seite 413, Zeile 18) "Jane Eyre, die eine liebende, erwartungsvolle Frau, ja beinahe schon eine Braut gewesen war, war nun wieder ein kaltes, einsames Mädchen. Ihr Leben war farblos, ihre Aussichten trostlos." In dem Moment tut mir Jane Eyre schrecklich leid - als hätte sich die ganze Welt gegen sie verschworen.

Keine Sorge, das Buch endet mit einem Happy End. Nur ist es ein sehr langer Weg bis dahin. Jane Eyre verdient meiner Meinung nach auch ein glückliches Ende. Und da ist eine weitere Tugend von ihr, die ich vergaß zu erwähnen. 

Sie ist unglaublich geduldig. Sie konnte auf ein so weit entferntes Happy End warten. 

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 Meine Lieblingsversion ist die von 2006. Und ihr noch der Trailer dazu :D

Dienstag, 6. Mai 2014

Jane Austens letzte Tage in Winchester.

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Dein freundlicher Brief, meine liebe Anne, fand mich im Bett, denn trotz meinen Versprechungen und Hoffnungen, wenn ich Euch geschrieben habe, bin ich doch seit einigen Tagen sehr krank. Ein Angriff meiner traurigen Beschwerde ergriff mich innerhalb weniger Tage - der schwerste, den ich jemals hatte - und nach Wochen des Unwohlseins, tut es mich nun sehr einschränken. Ich habe mein Bett seit dem 13.April nicht mehr verlassen, mit Ausnahmen von Umzügen zum Sofa. Jetzt geht es mir in der Tat wirklich besser und nach drei langen Wochen erholt sich meine Kraft langsam. Ich kann in meinem Bett sitzen und mich selbst beschäftigen, wie ich gerade dir die Freude mache und dir antworte, und gedenke bald aufstehen zu können.Wie kann ich meiner Familie die Großzügigkeit während dieser Krankheit nur wieder gutmachen......Es gab soviele Erleichterungen und Annehmlichkeiten, dass ich dem Allmächtigen danke! Mein Kopf war immer klar und ich hatte kaum Schmerzen. Meine Hauptleiden waren fiebrige Nächte, Schwäche und Mattigkeit......usw.
Jane Austen an Anne Sharp
22.Mai, 1817

 Es ist bekannt das Jane Austen ihre letzten Tage in der Hochschulstadt von Winchester verbrachte und der Hilfe des Arztes Giles Lyford. Während dieser Zeit lebte sie in einigen Zimmern eines bescheidenen Backsteinhauses, nahe Kathedrale, in welcher sie bald begraben werden sollte. "Ein Gebäude, das sie sehr bewunderte." Vieles was man über die letzten Tage weiß, sind aus erhaltenden Briefen zu entnehmen, eingenommen der Brief an ihre liebe Freundin Anne Sharp und der andere an ihren jungen Neffen James Edward Austen( der selbe Neffe, der später ihre Biografie schreiben wird).

 Ich sehe keinen besseren Weg dir für deine Sorge um mich während meiner Krankheit zu danken und der Gedanke daran, es solle mir bald besser gehen. Ich werde nicht meine Handschrift rühmen; weder noch das mein Gesicht wieder seine Schönheit zurück erlangt hat, aber in anderer Hinsicht wächst meine Stärke sehr schnell. Ich bin jetzt von frühs um 9 bis nachts um 10 nicht im Bett: auf dem Sofa, 's ist wahr, aber ich esse meine Mahlzeiten mit Tante Cass in vernünftiger Art und Weise, und kann mich selbst beschäftigen, und von einem Raum in das andere laufen. Mr. Lyford sagt, er wird mich heilen und wenn er es nicht tut, soll ich meine Gedenkstätte aussuchen und vor dem Dekan und Kapital hinlegen und habe keinen Zweifel der Wiedergutmachung von diesem frommen, gelernten und desinteressierten Körper. Unsere Unterkünfte sind sehr komfortabel. Wir haben einen netten kleinen Salon mit einem Bogenfenster und Blick auf den Garten von Dr. Gabell. Danke an die Freundlichkeit deines Vaters und deiner Mutter mir ihre Kutsche zusenden. Meine Reise wurde am Samstag mit sehr weniger Ermüdung durchgeführt und es war ein schöner Tag........Wenn du einmal krank sein solltest wie ich, dann hoffe ich, das du auch so gute Pflege bekommst wie ich......
Deine Tante Jane Austen

Dienstag, 15. April 2014

Emma Woodhouse

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Emma ist einzigartig. Wie wir wissen ist Emma die Lieblingsfigur von Jane Austen. Ich bin da nicht ganz ihrer Meinung...aber was kann man tun um dies zu ändern?

Lebhaft ist das beste Wort um Emmas Persönlichkeit zu beschreiben. Emma ist randvoll mit Spaß, Leichtigkeit, sprudelnde Heiterkeit und Optimismus. Sie ist süß, unterhaltsam, herrlich und humorvoll. 

Aber auch Emma hat ihre Fehler. In Emmas ganzer Geschichte geht es um die Entwicklung ihres Charakters. Es ist der einzige Roman von Jane Austen, bei dem der Titel den selben Namen hat wie den der Heldin - und das ist kein Fehler. Stolz & Vorurteil, Verstand und Gefühl und Überredung sind alles Eigenschaften, die in den Büchern veranschaulicht werden. Mansfield Park ist ein bestimmter Ort, an dem ein Mädchen aufwächst und welcher ihr Leben beeinflusst. Northanger Abbey ist allerdings etwas anders...ich denke darüber schreibe ich mal in einem anderen Post. 
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In Emma geht es, kurz gesagt, um Emma. Zu Beginn des Buches wird uns etwas über Emma Woodhouse erzählt, die schön, klug und reich ist. Jane Austen verlor keine Zeit in dem sie ihre Heldin beschrieb. Emma steht im Mittelpunkt der Geschichte und um Emma dreht sich der erste Satz.

Aber zurück zu dem was ich sagen wollte: Emma ist nicht perfekt. Von Anfang an zeigt sie sich gedankenlos und sogar ein wenig herablassend ihren Freunden gegenüber. Sie glaubt, sich selbst genau zu kenne, um so zu wissen, was auch das Beste für die anderen ist. Sie denkt sogar, die kann den perfekten Partner für jeden finden. Mr. Knigthley ist jedoch wenig begeistert von ihrem Verhalten.
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Emma hat auf jeden Fall einen leichten Überlegenheitskomplex, aber trotzdem ist sie wirklich an das Wohlergehen ihrer Freunde interessiert. Sie möchte wirklich, dass ihre Freundin Harriet Smith einen geeigneten Ehemann findet und nicht den armen Robert Martin heiratet. 
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Leider übertreibt sie. "Eines Tages", tadelt Mr. Knightley, "wirst du deine Einmischung bitter bereuen." Aber noch bereut sie ihre Einmischung nicht. Sie genießt es Pläne zu schmieden. Ich möchte mir einen Moment Zeit nehmen um über Jane Austens Brillanz zu schwärmen. Lest euch einfach diesen Abschnitt aus dem 9.Kapitel durch: "Sie war traurig, konnte es aber nicht bereuen. Im Gegenteil, ihre Pläne und Verfahren waren mehr und mehr gerechtfertigt und beliebt durch die allgemeinen Erscheinungen in den nächsten Tagen." Trifft das den Nagel nicht auf dem Kopf, was unsere menschliche Natur angeht?
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Emmas Vorliebe für Witz und Humor macht sie bei vielen beliebt (auch bei den Lesern), aber manchmal geht sie zu weit. Bei dem Box Hill Ausflug beleidigt sie gedankenlos Miss Bate durch den Versuch witzig zu sein. Dann kam der Vortrag von Mr. Knightley. Emma hörte nicht auf an Miss Bates Gefühle zu denken, weil Miss Bates nicht in ihren kleinen Kreis von Freunden passte. Sie ist nicht hübsch oder brilliant oder klug genug um Emmas Billigung zu erhalten. 

Denkt jetzt nicht, ich bin zu hart zu Emma...das bin ich nicht, wirklich nicht! Manchmal sehe ich einiges von ihr in mir selbst. Sie ist nicht bereit ihre Fehler zuzugeben, wenn sie sie endlich realisiert. Es braucht erst Mr. Knithley Zurechtweisung um sie aufzuwecken. "Was habe ich getan?" Als sie die Wirkung ihrer unfreundlichen Worte an Miss Bates verstand, tat sie alles daran es wieder gut zu machen.
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Emma ahnte nicht, dass sie in Mr. Knightley verliebt ist, bis sie merkt, wie sehr sie seine Liebe nicht verdient. Endlich begreift sie ihre Gefühle und der lästige Teil ihrer Persönlichkeit beginnt zu verblassen. Mr. Knightley, der wahre Held des Romanes, ist derjenige, der Emma dazu bringt sich zu verändern. 
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Da bleibt jedoch immer noch die Frage wegen Mr. Woodhouse. "Du weißt, das ich dich liebe und es immer tun werde. Aber wir können niemals heiraten." Hier wird Emmas Selbstlosigkeit endlich ans Licht gebracht. Es war ein wenig zu lange versteckt gewesen, aber jetzt kann jeder von uns es sehen und sie dafür bewundern. Sie ist bereit, zum Wohle ihres Vaters, ihr Glück mit Mr. Knightley aufzugeben. 
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Das ist meine Meinung von Emma Woodhouse. Sie ist lebhaft, sie ist witzig, sie ist übereilt, sie ist eitel, sie ist süß, sie ist aufdringlich, sie ist reumütig, sie ist liebevoll, sie ist wunderbar.

Sie ist Emma.