Dienstag, 29. Oktober 2013

Stickerei im 18. und 19.Jahrhundert

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In der Regency-Epoche gab es feine weiße, hoch taillierte Musselin-Kleider, die schön detailliert und bestückt waren. Bis vor kurzem in der Menschheitsgeschichte hatte eine Dame immer ihr Nähkästchen bei sich in der Nähe. Wann immer sie Zeit hatte flickte, nähte und bestickte sie Ersatzteile. Selbst die feinen Damen auf dem Lande gaben sich der Arbeit mit der Nadel hin. Im Laufe des Tages saß sie an einem gut belichteten Fenster oder auch draußen und während der langen Abendstunden würden sie mit ihrer Familie in einem Raum sitzen, der durch das Feuer im Kamin und teuren Kerzen erleuchtet werden würde. Zur Unterhaltung würde einer der Männer laut aus einem Buch vorlesen oder eine andere Dame ein Stück auf einem Instrument vortragen. Jane Austen war für ihre Nähfähigkeiten bekannt und einige ihrer Exemplare werden im Jane Austen Museum in Chawton ausgestellt.
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Diese Stickerei war meist auf Musselin-Kleidern, Mützen, Taschentüchern, Tischdecken und Bettwäsche. Muster wurden in Damen Zeitschriften vorgestellt, die viele verschieden Motive zeigen, einige schicker als andere. 
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Freitag, 11. Oktober 2013

Der Maskenball

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Ein Maskenball ist ein Fest, das die Teilnehmer im Kostüm mit Maske besuchen. Solche Versammlungen entstanden im 15.Jahrhundert durch Festzüge, Hochzeiten und anderen dynamischen Veranstaltungen im spätmittelalterlichen höfischem Leben. Im 16.Jahrundert in Italien während der Renaissance wurden Maskenbälle zu kostümierten öffentlichen Festlichkeiten erweitert. Sie waren in der Regel für Mitglieder der oberen Gesellschaft und besonders in Venedig sehr beliebt. Sie wurden in Verbindung mit der Tradition des venezianischen Karnevals gebracht. Mit dem Fall der venezianischen Republik Ende des 18.Jahrhunderts begann der Einsatz und die Tradition der Masken allmählich zu sinken, bis sie letztendlich ganz verschwanden. 

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden sie im europäischen Festland sehr beliebt, manchmal mit fatalen Folgen. Gustav III. von Schweden wurde bei einem Maskenball von dem verärgerten Adligen Jacob Johan Anckarström ermordet, ein Ereignis, das Eugène Scrib und Daniel Auber in die Oper Gustave III. umwandelten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Tänze sowohl in England als auch im Kolonialen Amerika populär. 

Maskebälle wurden manchmal als Spiel unter den Gästen festgelegt. Die maskierten Gäste waren so gut verkleidet, dass sie nicht identifiziert werden konnten. Eine Art von Spiel war die Identität der Gäste zu bestimmen. 

Auch in historischen Regency-Romanen kommen oft Maskenbälle vor.
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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Emma

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Emma Woodhouse lebt mit ihrem Vater allein. Ihre ältere Schwester lebt mit ihrer eigenen Familie in London. Emma ist nicht darauf aus ihre wahre Liebe zu finden - sie möchte sich weder verlieben noch heiraten - dafür allerdings andere Menschen zusammen zu bringen. Miss Taylor, siebzehn Jahre Gouvernante von Emma, heiratete einen liebenswürdigen Witwer und Emma ist der Meinung, sie hätte diese Beziehung zustande gebracht. Jetzt hat sie eine neue Freundin im Sinn, Harriet Smith - ein 17 Jahre altes Mädchen mit unbekannten Eltern, und Mr. Knightley, ein Freund der Familie, der alles über ihr Leben weiß und gegen ihre neue Lieblingsbeschäftigung ist. Er ist der einzige, der sie versucht zurecht zuweisen und zu tadeln. Bald beginnt sie jedoch zu spüren, dass es sehr viel Schmerz und Kummer bereiten kann sich in anderer Menschen Glück einzumischen, doch trotzallem hat sie noch eine Menge zu lernen.
Der Ehemann ihrer vergangenen Gouvernante, Mr. Weston, erwartet einen Besuch seines Sohnes Frank Churchill und Mr. und Mrs. Weston hoffen, dass auch Frank und Emma möglicherweise eine Verbindung hervor gehen möge. Emma kann nicht verstehen wie Mr. Knightley schon vor der Ankunft Mr. Churchills nur schlechtes über ihn zu sagen hat und ihn kritisiert. 
Nach vielen Verwechslungen, Missverständnissen und Fehlern lernt Emma ihr eigenes Herz besser kennen und bekommt zu spüren wie es ist wenn die einzig wahre Liebe für immer verloren zu sein scheint. 

Freitag, 4. Oktober 2013

Muff und Pelerine

Ein Muff ist ein modisches Accessoire für den Aufenthalt im Freien in der Regel aus Fell mit beiden Enden offen um die Hände zu wärmen bzw. warm zu halten. Es entstand um 1500 und wurde im 17. und 18.Jahrhundert populär. In den frühen 1900ern wurden Muffs in England nur von Frauen benutzt. Eine Pelerine ist eine Stola oder Schal-ähnliches enges Kleidungsstück das um die Schulter und Ellenbogen getragen wird. Im 14.Jahrundert enstanden gingen diese Modestücke noch runter bis zum Boden.

Muff:                                                                Pelerine:
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The lost Memoirs of Jane Austen

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The Lost Memoirs of Jane Austen von Syrie James habe ich durch Zufall entdeckt. Natürlich springt einem der wunderschöne Name "Jane Austen" sofort ins Auge.
Die Geschichte ist in erster Linie über einen Mann, den Cassandra (Janes Schwester) als den Mann bezeichnet, den  Jane jemals wirklich geliebt hat. Wie bereits weitergegeben, trafen sich der namenlose Gentleman und Jane am Meer, sie planten einander wieder zu sehen, aber dann erhielt sie die Nachricht seines Todes. In diesem Roman jedoch bleibt er ziemlich lebendig. (Und es ist eine ganz herzzereißende Geschichte.) 
Es wurde in der ersten Person geschrieben, Vergangenheitsform - denn es ist etwas das Jane Austen tatsächlich geschrieben haben sollte (daher der Titel). In dem Buch stellen wir uns vor es wurde in einem Koffer in Chawton Cottage versteckt gefunden, Jane Austen's letzter Aufenthalt während ihrer letzten und produktivsten Jahre.
Im Buch stellt sich die Autorin vor, dass Jane Austen ihre Ideen aus ihren eigenen Erfahrungen nahm und sie in ihre Bücher steckte; Menschen und Ereignisse. Bei einigen Dingen werdet ihr Ähnlichkeiten zu Stolz und Vorurteil finden (einer von ihnen hat einen Mr. Collins Charakter) und noch mehr Ähnlichkeiten vergleichbar mit Verstand und Gefühl. Ich persönlich finde es schön mir vorzustellen das alles aus Jane Austens Fantasie entstand, aber es zu lesen macht sowieso Spaß.
Die Autorin hat umfangreiche Forschungen über Jane Austen der Zeitära angestellt und zeigt dies auch in ihrem Buch. Ich glaube nicht, dass es nach Jane Austen's Schreibstil klingt, aber ich bezweifle das jemand das jemals könnte. Ein Widerspruch ist, dass ich nie bemerkt habe das Miss Austen beschreibt was die Leute trugen und in diesem Buch tritt es mehrmals auf. Syrie James beschreibt also das Aussehen der Menschen, was Jane Austen eher selten tat (wie bei Harriet Smith). Ich mag es ein Bild davon zu bekommen wie die Menschen wirken. Und zum Vergleich mit Just Jane, klingt dieser Roman hier sehr viel mehr nach Jane Austen ;)
Es gab einige Dinge bei denen ich bezweifle, dass Jane Austen das jemals sagen/tun würde, aber nichts drastisches ;)
Es gibt jede Menge interessante und nützliche Informationen und Jane Austen Zitate (was ich immer am meisten mag). Es ist ein sehr angenehmes Buch und ich empfehle es allen die Jane Austen ebenfalls mögen.

Freitag, 27. September 2013

Kleine Dinge die viele Falsch machen

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Es gibt immer wieder klitze kleine Fehler die die Menschen im Bezug auf Jane Austen falsch machen. Zum Beispiel heißt es:
Lizzy Bennet
nicht
Lizzie Bennett.
Lizzy mit einem y und einem t in Bennet. Das ist ein Fehler den die Menschen oft machen.

Die BBC-Serie Pride&Prejudice von 1995 geht nicht 6 Stunden lang. Viele Leuten sagen es würde 6 Stunden gehen. Sie hat 6 Episoden. Sie geht nur 5 Stunden ;) Worüber ich mich immer gerne ärgere ist wenn die Leute Jane Austin schreiben. Austen mit einem e. Zum Glück, denn stellt euch vor wie die Bücher mit i aussehen würden O.O

Und noch eine Sache - in Büchern oder Filmen ist oft die Rede vom 18.Jahrhundert. Aber es ist nicht das 18.Jahrhundert, es ist das 19.Jahrhundert. Sie sagen es nur da es in den frühen 1800ern ist, aber es ist natürlich nicht um 1700 ;)

Sehr merkwürdiger Post, ich weiß.

Sonntag, 8. September 2013

Kleider für die Oper

Die soziale Londoner Saison entwickelte sich im 17. und 18.Jahrhundert und hatte ihren traditionellen Höhenpunkt im 19.Jahrhundert. Diese Ära der britischen Elite wurde von landbesitzenden aristokratischen Familien und vom Adel dominiert, die in der Regel ihr Landhaus als ihren Hauptwohnsitz betrachteten, aber verbrachten mehrere Monate in der Hauptstadt um soziale Kontakte zu knüpfen und sich in der Politik zu engagieren. Die exklusivsten Veranstaltungen wurden in den Stadtvillen der führenden Mitglieder der Aristokratie gehalten; ausschließliche öffentliche Orte wie Almack's spielten eine untergeordnete Rolle. Die Saison begann wie die Sitzung im Parlament einige Zeit nach Weihnachten und endete im Hochsommer. Die soziale Saison spielte auch eine Rolle im politischen Leben des Landes: die Mitglieder der beiden Häuser des Parlaments waren fast alle Teilnehmer in der Saison. Die Saison war aber auch eine Chance für die Kinder des Adels im heiratsfähigen Alter um in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Frauen wurden offiziel in die Gesellschaft bei Vorlage der Monarchen bei Hofe eingeführt.

Ein beliebter Ort für Unterhaltung war das Theater. Hier konnte man die neuesten Stücke, Komödien, Musicals, Opern- und Ballettaufführungen, zusammen mit beliebten Klassikern aus über 300 Jahren Theatergeschichte sehen (und gesehen werden). Natürlich benötigt man für einen solchen Besuch eine spezielleArt von Kleidung, das sogenannte "Opera Dress".
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Das Opera Dress war eine sehr formale Variation des Abendkleides und enthielt oft eine Kappe, Turban oder ein Band durch eine große Feder verziert. Als Jane Austen 1799 eine Ball besuchte, schrieb sie ihrer Schwester: "Ich trage heute Abend nicht meine weiße Satin Kappe. Nach alledem; Ich trage stattdessen eine mamalone Kappe, welche Charles Fowle an Mary sandte, und welche sie mir lieh. Es ist die ganze Art und Weise nun, getragen an der Oper, und die von Lady Mildmays beim Hackwood Ball getragen wurde. Ich hasse es solche Dinge zu beschreiben, und ich wage zu sagen, das du in der Lage bist du erraten, was es ist. Ich habe eingesehen das die schreckliche Epoche vom Mantua-machen doch besser ist. Mein Kleid besitzt sehr viel Ähnlichkeit mit meinem blauen, was du mir immer sagtest es würde sehr gut aussehen, mit nur diesen Variationen: die Ärmel sind kurz, der Überwurf voller, die Schürze kommt darüber, und ein Band desselben schließt das ganze."
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Samstag, 17. August 2013

Little Dorrit

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Basierend auf das Buch von Charles Dickens spielt dieser Film in London um 1826. Es geht um das Mädchen Amy Dorrit, die im Marshalsea Gefängnis für Schulden geboren wurde. Ihr Leben ist der Pflege ihres Vaters gewidmet. Sie findet Handarbeiten für einer älteren Dame, allerdings ist sie vorsichtig und erzählt nichts ihrem Vater - der auch nach mehr als 20 Jahren im Schuldengefängnis zu stolz ist - und er es nicht erlauben würde. Der Sohn der älteren Dame, für der sie arbeitete, kommt nach 15 Jahren aus dem Ausland zurück. Er bringt Neuigkeiten von dem Tod seines Vaters und ist entschlossen herauszufinden, was die letzten sterbenden Worte seines Vaters bedeuten mochten. Desweiteren geht es um:

Geheimnisse und Rätsel
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Spannung
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Liebe
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Held
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Heldin
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Zahlreiche interessante Charaktere
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Nachmittagskleider

Nachmittagskleider sind etwas, dass normale Menschen nicht haben - wir haben halbformelle Kleider anstatt Nachmittagskleider. Grundsätzlich werden Nachmittagskleider nur von der höchsten sozialen Schicht getragen bei entsprechenden Highsociety Anlässen wie Teegesellschaften, Gartenpartys, Nachmittagshochzeiten, etc. Während Jane Austens Zeit waren die gesellschaftliche Elite diejenigen die es sich leisten konnten, die teure handkolorierte Mode im Womans Journal von 1790-1830 zu kaufen. Einige verwendeten den Namen ,,Afternoon dress" wie The Gallery of Fashion und The Lady's Magazine. 
  
The Gallery of Fashion, 1794
The Gallery of Fashion, 1795
The Gallery of Fashion, 1795
The Gallery of Fashion, 1796
The Gallery of Fashion, 1795
Afternoon dress, 1810
The Gallery of Fashion, 1796
The Gallery of Fashion, 1794
The Gallery of Fashion, 1798
The Gallery of Fashion, 1799
The Gallery of Fashion, 1810
The Lady's Magazine, 1810
The Lady's Magazine, 1805

Dienstag, 13. August 2013

Beliebte Hochzeitsfarben im späten 18. und frühen 19.Jhd

Als die Austens im 18.Jahrhundert heirateten war rot eine beliebte Farbe für Hochzeitskleider. Bevorzugte Farben änderten sich wie die Mode jeden Tag. Für eine Weile war gelb im frühen 19.Jahrhundert sehr beliebt. Farben die während der Regency-Zeit der populär gewesen sind waren außerdem blau, rosa und grün. Dunklere Farben wie scwarz, dunkelbraun und Burgunder waren sehr typisch für eine Braut der mittleren und niedrigen Gesellschaft, dies war sehr nützlich für alltägliche Situationen in den Frauen ihren Pflichten nachgingen. Wie Mrs. Austen in einer früheren Generation trugen auch die Regency-Bräute ihre Kleider weiterhin für viele Jahre. 

Ein Victorianischer Dichter schrieb einige Jahre nach der Regency-Zeit was die einzelnen Farben bedeuteten:

Heirat in weiß:       Sie hat gut gewählt.
Heirat in grau:       Sie wird weit weg ziehen.
Heirat in schwarz: Sie wird sich selbst wieder haben wollen.
Heirat in rot:          Sie wird sich wünschen tot zu sein.
Heirat in grün:       Sie wird sich schämen gesehen zu werden.
Heirat in blau:        Sie wird immer treu sein.
Heirat in matt:       Sie wird in einem Wirbel leben.
Heirat in gelb:        Sie wird sich wegen ihres Mannes schämen.
Heirat in braun:     Sie wird außerhalb der Stadt leben.
Heirat in rosa:        Ihr Vermögen wird sinken. 

Freitag, 9. August 2013

Was die Braut trug...

Die Hochzeit war genau wie andere Hochzeiten. Hochzeitskleider waren nicht immer weiß. Bis Queen Victoria zur ihrer Hochzeit 1840 ein weißes Kleid trug, wählten Bräute Kleider in einer Vielzahl von Farben.
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Während der britischen Regency-Ära war es Brauch das die Mittelklasse und untere Klasse ihre besten Kleider zu ihrer Hochzeit trugen und auch häufig danach, entweder in der Kirche oder zu besonderen Anlässen. Lange vor dem Beginn des 19.Jahrhunderts trugen Bräute traditionell ihre Kleider in einer Vielzahl von Farben. Jane Austens Mutter, Cassandra Leigh, trug ihr rotes Reiterkleid als sie 1764 George Austen in Bath heiratete. 

Diese praktische Entscheidung erlaubte dem jungen Paar sofort hinterher das Pfarrhaus zu verlassen um in ihr neues Heim zu gehen. Wie auch so viele andere Bräute trug Cassandra Leigh ihr Kleid auf vielen weiteren Anlässen. Später verwandelte sie es in ein Gärtner-Outfit.

Freitag, 2. August 2013

Sinn & Sinnlichkeit: Die Filme

1971:
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Das ist die älteste Version. Die Kleider finde ich in dem Film eigentlich ganz hübsch.  Ansonsten gibt es über diese Verfilmung nicht viel zu sagen. Ich finde, dass diese Version dem Buch sehr nahe ist. Endlich wurden Szenen behalten, die mir in den neueren fehlen. Jetzt wird Willoughby nicht mehr als Schurke dargestellt und man merkt wie im Buch, dass er wirklich Gefühle für Marianne hat und leidet. Das Margret fehlt finde ich eigentlich gar nicht so schlimm. In diesem Fall passt es sogar ganz gut. Joanna David, die Elinor spielt, ist vielleicht die einzige die man noch für 19 halten könnte. Die anderen sind stattdessen an die 30 - 35. Joanna ist erst 24 gewesen und spielte übrigens auch Elizabeths Tante Mrs. Gardiner in Pride & Prejudice von 1995 und es ist ganz interessant sie jünger spielen zu sehen. Trotz allem kann ich euch den Film empfehlen sich ihn ruhig einmal anzuschauen.

1981:
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Der Film ist sehr langatmig und eher wie ein Bühnenstück und die Schauspieler fande ich sehr langweilig. Auch hier gab es keine Margaret. Sehr schade! Es kam mir vor als ob viel dazu kam was es gar nicht im Buch gab.

1995:
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Es ist ein sehr schöner Film, auch wenn ich die Version von 2008 vorziehe. Die Musik wurde von Patrick Doyle geschrieben und klingt wunderschön. Aber wie auch immer, viele Dinge im Buch wurden geändert. Viele Figuren wurden einfach weggelassen, wie z.B. Miss Lucy Steels ältere Schwester und Lady Middleton mit ihren Kindern. Einiges an der Geschichte ist auch anders; Elinor, gespielt von Emma Thompson, war schon an die mitte 30. Im Film gab sie vor 27 zu sein, obwohl das Buch sagt sie würde erst 19 sein. Colonel Brandon, gespielt von Alan Rickman, war ebenfalls viel zu alt. Mein Lieblingszitat ist: Je mehr ich von der Welt sehe, desto mehr bin ich davon überzeugt niemals einen Mann zu treffen, den ich wirklich lieben könnte. Ich kann euch den Film sehr empfehlen.

2008:
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Dies ist mein absoluter Lieblingsfilm von Jane Austen und mit ihm wurde ich auch in ihre Welt eingeführt. Er ist dem Roman sehr wahrheitsgetreu. Ich könnte ihn mir immer wieder anschauen; die Musik ist wunderbar zum träumen. Von Willoughby bin ich jedes Mal fasziniert und hoffe auch eines Tages so einen Gentleman zu treffen...okay ich weiß er ist eigentlich der Böse dieser Geschichte aber was solls oder ;) 
Die Kostüme passen, meiner Meinung nach, perfekt in die Regency-Zeit. Auch wenn einige Kleider manchmal einen zu weiten Ausschnitt haben, was zu der Zeit sicher schockierend gewesen wäre. Besonders das letzte aber trotzdem bezaubernde Kleid von Marianne. Was ich jedes Mal sehr schön finde ist wenn Marianne am Piano spielt, meistens die Stücke, die ihr Colonel Brandon geschenkt hat. Ich denke diese Verfilmung ist die Beste von Sinn & Sinnlichkeit bzw. Sense & Sensibility. 

Mittwoch, 31. Juli 2013

Sinn und Sinnlichkeit: Das Buch

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Verstand und Gefühl ist der erste veröffentlichte Roman von Jane Austen im Jahre 1811. Die Hauptcharaktere sind die Shcwestern Elinor und Marianne Dashwood, die sich gegenseitig sehr lieben, aber so verschieden sind das sie die andere meist nie verstehen. Der Tod ihres Vaters reißt sie auch ihrem Leben und gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester müssen sie in ein entferntes kleines Häuschen ziehen. Elinors Hoffnungen auf eine glückliche Ehe werden durch einen unerwarteten Umstand zunichte gemacht. Sie ist sehr in sich gekehrt und will ihre Gefühle vor anderen nicht preis geben. Die romantische Marianne trifft einen für sie geeigneten Gentleman, von dem sie niemals glaubte er würde existieren, doch er verlässt sie urplötzlich ohne jegliches Versprechen auf eine baldige Rückkehr.

Verstand und Gefühl ist voller Herzschmerz und Drama, alles ist bis zum letzten Augenblick sehr komplitziert und bietet eine große Reihe vielfältigster Charaktere. Viele Fragen vom Film wurden im Buch beantwortet. Ich erfuhr, welche Nachricht Marianne an Willoughby schickte, während sie beide in London waren. Ich hatte mich immer gefragt, was sie ihm wohl geschrieben haben mochte. Verstand und Gefühl ist eines meiner Lieblingsromane von Jane Austen. Ich finde viele Ähnlichkeiten von mir in Marianne wieder und kann mich gut in ihre Gefühle und Gedanken hinein versetzten. 

Wie findet ihr dieses Buch? Mögt ihr lieber Marianne oder Elinor? Mit wem von den beiden habt ihr mehr gemeinsam? 

Freitag, 19. Juli 2013

Die Filme von Stolz & Vorurteil

1940:
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Das erste Mal das Elizabeth Bennet auf der Leinwand erschien. Die Geschichte wurde im groben zusammengefasst, sodass es auch keinen Besuch auf Pemberly gab :( 
Mr.Darcy ist weniger stolz und Lady Catherine de Bourgh weniger grausam. Die Kostümierung war Hollywoods frühe Vorstellung von der Kleidung im frühen 19.Jahrhundert. Aber stattdessen trifft es eher auf mitte 19.Jahrhundert zu. Doch über die Fehler kann man hinwegsehen. Mr. Darcy wird von Laurence Olivier und Lizzie von Greer Garson gespielt.

1980:

Die Miniserie hält sich ganz genau an die Geschichte, dafür ganz schön langatmig und eher wie ein Bühnenstück. Elizabeth Garvie spielt Lizzie und David Rintioul spielt den eher ausdruckslosen Mr. Darcy.

1995:
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Diese Version ist glaube ich von allen wahren Jane Austen Fans die beliebteste. Es ist wortgetreu dem Roman, weile gerade ja so viele Zitate aus dem Buch kommen. Es tut den Roman von Jane Austen hervorragend widerspiegeln. Die Serie geht ungefähr 4 Stunden. Aber es ist die ganze Zeit sooo interessant gewesen, dass es einem nur wie 2 Stunden vorkam. Die Musik dazu ist wunderbar. Nicht nur Jennifer Ehle und Colin Firth auch alle anderen machten einen hervorragenden Job. Und glaubt mir wenn ich euch eins sage: Wer diese Serie noch nicht gesehen hat, der tut wirklich etwas verpassen!!!

2005:
Der neuste Film für diejenigen empfehlenswert, die es lieber modern mögen. Ich bin kein Fashion-Experte ins Sachen Historik, aber die Kleidung passt nicht in die Regency-Zeit. Es sieht alles noch ein bisschen nach Barock aus. Ich finde das die Charaktere nicht so farbenfroh und ausdrucksstark dargstellt wurden wie von 1995. Diese Version ist mehr umverändert als die 1995er. In den Hauptrollen Keira Knightley als Lizzie und Matthew Mcfayden als Mr. Darcy.


Dann gibt es da noch Lost in Austen. Es ist ein wunderbarer Film, aber passt nicht in diese Einordnung, da der Film einen anderen Sinn hat. Wie ihr vielleicht schon mit gekriegt habt ist die Version von 1995 mein Favourit. Und wage zu behaupten, dass es den meisten ebenfalls so gehen wird.

Was ist eure Lieblingsversion?

Mittwoch, 17. Juli 2013

Kleider für den Spaziergang

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Spazierkleidung wurde gemacht um zu sehen und gesehen zu werden. Sie wurden oft als Promenadenkleider bezeichnet, eine sehr wörtliche Definition von ihrem Zweck. Die modebewussten Regency-Damen wurden während der Londoner Saison spazierend in Parks oder in den Geschäften einkaufend gesehen; oder in den Urlaubsgebieten am Meer; oder auf dem Lande in ihren eigenen Ländereien oder bei Hausgesellschaften während der Herbst und Wintermonate. Spazierkleider waren abhängig von Umgebung und Jahreszeit. Weil sie gemacht wurden um draußen getragen zu werden beinhaltete die vollständige Kleidung ein Kopfbedeckung je nach eigener Art, ein äußeres Bekleidungsstück oder Umhang und Handschuhe. Hauben, Mützen und Schleier wurden getragen um den Kopf zu bedecken. 

Promenadenkleidung:

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Morgendliche Spaziergangskleidung:
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Spazierkleidung:
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Just Jane von Nancy Moser

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Gehen wir weiter mit Stolz und Vorurteil. Es macht Spaß diesen Roman über Jane Austens Leben zu lesen. Es ist in der ersten Person geschrieben, als ob Jane Austen selbst berichten würde was in ihrem Leben passierte. Einige Wörter bzw. Ausdrücke passen allerdings nicht wirklich in die Zeit von Ende 17.Jhd bis Anfang 18.Jhd. 
Alles in allem macht es trotzdem Spaß es zu lesen. Auch wenn ihr alle Romane von Jane Austen kennt werdet ihr in diesem Buch noch viel mehr über ihr Leben erfahren. 
Allein das Cover des Buches sieht doch schon wundervoll aus oder findet ihr nicht? <3

Donnerstag, 4. Juli 2013

Pflege für Regency Accessoires

Die folgenden Rezepte von Martha Lloyd's Haushaltsbuch wurden möglicherweise von den Austendamen genutzt:

Seidenstrümpfe aufhellen:
Wenn sie gewaschen wurden nehmen Sie einen Tisch oder einen Stuhl, drehen Sie dasInnere nach außen, dann befestigenSie es mit einer Platte und stecken Sie Nadeln um das Innere. Nehmen sie einen Rechaud mit Holzkohle. Brechen Sie etwas Schwefel ab und streuen Sie es darüber, dann bedecken Sie es und es wird weiß.

Schuhe schwärzen:
Eine Unze Gum Dragon in einem Liter kleiner Bierwürze gelöst: fügen Sie drei Unzen Ivory black hinzu, mixen Sie es alles gut zusammen, gebt ein Schluck Brandy dazu und es ist fertig zum verwenden.

Seidenstrümpfe

Sich um seine eigene Kleidung zu kümmern wäre nicht das Anliegen einer wohlhabenden Frau wie Eliza de Feuillide, die ihr eigenes Dienstmädchen hatte, aber für eine arme Verwandte wie Jane Austen war es eine zeitraubende Aufgabe. Nicht unbedingt der eigentliche Waschvorgang aber der Bezug zu den Details darauf. Bei einem Besuch bei Henry und Eliza in Hans Place machte es Jane besser und einfach in dem sie ihre Kleidung zum Waschen nach Hause in Chawton schickte, als die Mitarbeiter um die Details kümmern zu lassen. Ein Brief an Cassandra am 26.November 1815 beschrieb perfekt ihre Situation:

Das Paket ist sicher angekommen und ich bin dir sehr für deine Mühe verpflichtet. Ich schicke vier Paar Seidenstrümpfe, aber ich will sie momentan noch nicht gewaschen haben. Möglicherweise ist Edward in der Lage sie zu bringen, aber wenn nicht, bin ich trotzallem sehr zufrieden mit seiner Rückkehr von dir aus Steventon. Es ist viel besser; bei weitem vorzuziehen.

Seidenstrümpfe waren teuer, und während Baumwollstrümpfe für den Alltag genügen mussten, wurden nur die Besten für besondere Anlässe und Bälle getragen. Vielleicht wurde eines dieser Seidenstrümpfe bei ihrem Besuch im Carlton House am 13.November desselben Jahres getragen.

Was wir wissen ist, das Jane hochwertige Kleidung bevorzugte und zu solchem Preis, dass sie es keiner Waschfrau anvertraute und sie deshalb selbst wusch.