Montag, 3. Februar 2020

Wilton House

Bildergebnis für wilton house

In der Grafschaft Wiltshire befindet sich Wilton House, der Stammsitzt des Earls of Pembroke. 1811 schrieb Louis Simond über seinen Besuch im großen Haus:
Bildergebnis für wilton house
"Ich sah eine immergrüne Eiche mit einem Umfang von siebzehn Schritt und der Stamm hatte einen Umfang von zwölf Fuß. Eine Ulme hatte eine Umfang von sechzehn Fuß und viele schienen ungefähr gleich groß zu sein. Jenseits des Wassers, das sich, bevor es in einen stehenden See mündet, in einen lebhaften Bach ausbreitet, sehen Sie einen mit Holz bedeckten, isolierten Hügel. Wir gelangen über eine wunderschöne Brücke dahin. Die Aussicht von dieser Höhe aus ist ganz nett und der Hang hätte dem Haus eine gesündere und angenehmere Lage geboten.
Bildergebnis für wilton house

Wenn ihr Wilton House besuchen wollt, klickt hier:
https://www.wiltonhouse.co.uk/

Dienstag, 29. Oktober 2019

Kinder in der Regency-Ära

Bildergebnis für regency children

Die Kinder im 19.Jahrhundert lebten in zwei komplett verschiedenen Welten je nachdem in welche Gesellschaftsschicht sie geboren wurden.
Die Reichen ließen ihren Kinder eine gute Bildung zu kommen, die Kinder der unteren Gesellschaftsschicht kannten diesen Luxus nicht, denn zur damaligen Zeit gab es noch keine öffentlichen Schulen, die für jeden zugänglich waren.

Bildergebnis für regency children

Viele Kinder aus Familien mit geringen Einkommen mussten arbeiten, häufig in Fabriken oder der Textilbranche. 1788 waren 2/3 der Arbeiter in Fabriken Kinder, die an 6 Tagen die Wochen 13 Stunden am Tag arbeiteten. Allgemein waren Frauen und Kinder die bevorzugten Arbeiter, da sie niedrigere Löhne verdienten. Kinder, die recht klein waren, wurde eingesetzt um Maschinen zu reparieren oder in Ordnung zu halten und das oft während die Maschinen noch liefen. Das führte zu vielen Verletzungen und Todesfällen.
Ein Lehrling beschrieb seinen Unfall:
"Es war viel Baumwolle in der Maschine. Eines der Räder erfasste meinen Finger und riss ihn ab, es war der Zeigefinger meiner linken Hand. Ich wurde vom Chirurgen der Firma, Mr. Holland, behandelt und erholte mich innerhalb von 6 Wochen."

Ende des 18.Jahrhunderts und Anfang des 19.Jahrhunderts erschienen Kinderbücher auf dem Markt, die allerdings nur von den Kindern genutzt wurden, die das Privileg besaßen, lesen zu können. Gleichzeitig begannen die Mittel der örtlichen Gemeinden, die sich um Waisen, arme Kinder und arme Familien kümmerten, abzunehmen.

Bildergebnis für regency children work

Die Mühlenbesitzer kümmerten sich um einige Kinder, die die Pfarreien nicht mehr unterstützen konnten. Samuel Greg, Mühlenbesitzer und ein Mann mit Fairness bestand darauf, dass:
für jedes Kind das mit neuer Kleidung zu ihm kam und er aufnahm, versprach er im Gegenzug der Gemeinde Fleisch, Getränke, Kleidung und andere Dinge zu geben, die für einen Lehrling notwendig seien.

Zu Beginn des 19.Jahrhunderts wurden viele Fabrikgesetzte verabschiedet, um die Arbeitszeiten der Kinder zu begrenzen und ihnen Sicherheit zu geben.

Wie haben sich die Kinder damals ihre Zeit vertrieben?

Wenn sich die Kinder in Gruppen versammelten, dann waren bei allen kleine Kindern und den älteren Jungs sportliche Spiele beliebt, z.B. Rennen, Badminton oder ein leicht abgeändertes Spiel wie das heutige Baseball. Tatsächlich war dies der einzige Sport der Anfang des 19.Jahrhunderts in den englischen Gemeinden betrieben wurde. Die Jungs konnten sogar schwimmen gehen, jedoch nicht die Mädchen, da es keine Badeanzüge gab.
Einige Spiele spiegelten soziale Erwartungen wieder, insbesondere solche, die ein bestimmtes Verhalten erforderten. Graces war ein solches Spiel, bei dem Mädchen ermutigt wurden, sich beim spielen so elegant wie möglich zu bewegen. Vor allem von älteren Mädchen wurde erwartet, dass sie nur an "Damenhaften" Aktivitäten teilnahmen.
Das Karten spielen und lesen von Romanen wurden von besonders Gläubigen verpönt. Doch auch einige Brettspielen waren beliebt, wie Dame, Schach.
Weitere Aktivitäten waren das Spielen mit Murmeln, Eislaufen, Tic Tac Toe, Yoyos, Domino, Backgammon und Würfelspiele.

Die Kinder aus reichen Familien besaßen sogar Spielzeug wie Zinnsoldaten oder Puppen mit Porzellanköpfen. Weitere Gruppenaktivitäten beinhalten den Besuch von Gesangsschulen, die nach Feierabend in Schulen stattfanden und von allen Altersgruppen besucht wurden.
Tanzen war bei vielen beliebt, aber nicht bei allen. Die Gläubigen missbilligten es, da sie glaubten, es würde zu mehr Sünden führen. Für diejenigen, die Freude daran hatte, gab es spezielle Tanzveranstaltungen. Beliebte Instrumente dabei waren Flöten, Geigen und das Pianoforte. Berührungen während des Tanzes wurden auf ein Minimum beschränkt. Sich an den Händen halten war akzeptabel, Umarmungen nicht. Paartänze wie Walzer galten als skandalös, da sie zu viel körperlichen Kontakt beinhalteten. Tanzschulen wurden von Männern unterrichtet und normalerweise in Tavernen oder Ballsälen abgehalten. Hinterher folgte ein öffentlicher Tanz um den Familien zu zeigen, was die Kinder gelernt hatten.

Freitag, 11. Oktober 2019

The Georgian House

Bildergebnis für georgian house charlotte square
Das Georgian House am Charlotte Square in Edinburgh, Scotland ist ein Zeichen der georgianischen Architektur. Das Haus entstand durch Edward Butterworth 1796 aber nach dem Plan des bis dahin verstorbenen Robert Adam.
Bildergebnis für georgian house charlotte square
Es wurde gebaut um den Menschen etwas über die intimen Details eines georgianischen Hauses und dessen Bewohner beizubringen. Auch wenn Jane Austen niemals in Schottland war, zeigt es doch einen Einblick in das Leben der Familien der mittleren Gesellschaftsschicht.
Bildergebnis für georgian house charlotte square
Das Haus wurde erst Ende des 18.Jahrhundert restauriert und gehört nun der National Trust of Scotland und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Bildergebnis für georgian house charlotte square
Bildergebnis für georgian house charlotte square
Bildergebnis für georgian house charlotte square

Donnerstag, 5. September 2019

Briefe schreiben in der Zeit von Jane Austen

Bildergebnis für letter writing

In Jane Austens Zeit wurde Briefe auf Papier geschrieben, gefaltet und versiegelt. Der Empfänger des Briefes musste die Zustellung bezahlen. Je weniger Seiten verwendet wurden, desto geringer waren die Kosten, da sich die Kosten nach der Größe des Briefes und der zurückgelegten Strecke richteten.
Bildergebnis für letter writing jan austen
Briefumschläge wurden nicht verwendet. Denn dafür hätte man ein zusätzliches Papier benötigt und der Empfänger hätte höhere Kosten gehabt. Wie oben auf dem Bild gezeigt, schrieb man früher oft im Kreuzbuchstabenstil.
Bildergebnis für letter writing regency area
Zu den Schreibgeräten gehörten ein Federkiel, ein mit Tinte gefüllter Tintenhalter, ein Stiftmesser und manchmal eine Schreibschachtel.
Bildergebnis für letter writing implements
Die Herstellung der Schreibfedern war eine besondere Kunst, da die Feder mit einem besonderen Messer geschnitten werden musste, damit der hohle Kern genau die richtige Menge Tinte hielt und und sie unter Druck freigab. Wenn der Schreiber längere Zeit schrieb, verfärbten sich die Finger der Schreibhand häufig mit Tinte. Die Schreibfedern, die am häufigsten aus den Federn der Gans gewonnen wurden, mussten häufig mit einem Federmesser geschärft werden. Die durchschnittliche Schreibfeder hielt nur eine Woche, bevor sie weggeschmissen wurde.
Bildergebnis für letters regency

Nachdem Falten des Briefes versiegelte der Absender den Brief mit einem Wachssiegelstempel, der in einigen Fällen das Familienwappen oder die Initialen trug. Die Adresse auf der Außenseite wies den Briefträger auf die Stadt, die Straße und den Namen des Empfängers hin.
Bildergebnis für jane austens writing desk

Das ist ein Foto von Jane Austens Schreibtisch und Stuhl in ihrem Zuhause in Chawton, an dem sie ihre Romane schrieb und ihre Briefe bestimmt auch.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Book Review: Through Waters Deep

Heute geht es um Sarah Sundins Roman: Through Waters Deep. Ich habe leider nicht heraus gefunden ob es dieses Buch auch in deutsch gibt.
Bildergebnis für through waters deep


Dem Cover nach zu urteilen schreit dieser Roman gerade zu nach einer dramatischen Liebesgeschichte. Aber erst mal möchte ich euch erzählen um was es überhaupt geht:
Im Jahr 1941 und Amerika steht am Rande des Krieges. Der gutaussehende Marineoffizier Jim Avery begleitet mit dem brandneuen Zerstörer, der USS Atwood, britische Konvois über den Atlantik. An Land trifft Jim auf Mary Stirling, einer Freundin aus Kindertagen, die jetzt eine schlaue und schöne Navy-Sekretärin ist. 
Als auf der Atwood Beweise für eine Sabotage entdeckt wurden müssen die beiden zusammenarbeiten um den Schuldigen ausfindig zu machen. Sehr viele Verdächtige tauchen auf und Mary ist entsetzt als sie feststellt, dass sogar jemand der ihr sehr nahe steht, unter Verdacht gerät. 

Am Anfang war ich wirklich etwas skeptisch, was ich von diesem Buch halten sollte aber am Ende habe ich es gemocht. Es ist der erste Teil von (lasst mich lügen) 3 Bänden und ich würde am liebsten weiter lesen wollen. 
Das Buch geht ungefähr nach diesem Schema:
1.Mann und Frau treffen aufeinander und mögen sich.
2.Sie werden Freunde und verlieben sich ineinander.
3.Dann kommt ihnen irgendetwas in den Weg.
4.Es kommt zu Missverständnissen.
5.Mann und Frauen gehen sich eine ganze Zeit aus dem Weg.
6.Ganz am Ende kommt es zur Aussprache und alle sind glücklich.

Aber zurück zum Buch. Was ich sehr interessant fand war, das Mary Sekretärin war und zweitens findet es in einer Zeit statt, die ich allgemein sehr interessant finde. Amerika befand sich bereits im 2.WK aber noch nicht offiziell und alle Menschen dort waren der Meinung, dass man an diesem Krieg nicht teilnehmen sollte. Aber ihr wisst ja alle wie die Geschichte verlief...
Ich finde das Buch hatte etwas von einem Mystery Roman. Es war sehr schön, dass Mary eine ganz normale Frau war die als Detektivin agieren musste. 
Und nun zu Jim. Er war alles andere als perfekt und er hat mich sogar gelangweilt. Er ist auf jeden Fall ein Mann mit viel Verstand und macht keine Dummheiten. Und am Ende war es sogar Mary die einen großen Fehler machte und weshalb es dann zu Missverständnissen kam. Aber ich mag sie. Sie ist eine sehr introvertierter Charakter aber auf eine offene und freundliche Art. 
Was ich weiterhin sehr mochte war, dass die beiden schon früher gute Freunde gewesen waren. Denn ich denke so fangen die besten Beziehungen an. Denn wenn man von vornherein mit der Peron nicht mal befreundet sein kann...nun ja wer weiß ob eine Beziehung da viel Sinn macht. 

Ich kann euch dieses Buch definitiv empfehlen. Auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten würde ich dem Buch eine 7 geben. Es hat wirklich Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen.

Montag, 8. Oktober 2018

Fahrrad fahren in der Regency-Ära

Ähnliches Foto



1817 wurde das sogenannte Fahrrad hergestellt. Ein Glück hatte Jane Austen zu der Zeit nicht mehr gelebt oder könnt ihr euch vorstellen wie Mr. Darcy auf einem Fahrrad zu Elizabeth fährt um ihr seine Liebe zu gestehen? Anfang des 19.Jahrhunderts begann in Groß Britannien die Industrialisierung und Fahrräder waren eines der Produkte dieser Zeit.
Ähnliches Foto

Karl Drais Entwurf bestand aus Holz mit Sitz allerdings ohne Pedalen und so musste man sich mit den Füßen stetig abstoßen. Im Jahr 1830 erfand der Schotte Kirkpatrick MacMillan das Fahrrad mit Pedalen, allerdings hatte niemand Interesse dafür und so ging seine Idee nach 1840 wieder verloren. Der Franzose Pierre Michaux und sein Sohn Ernest entwarfen in den 1860ern erneut ein Fahrrad mit Pedalen. Viele damalige Fahrräder hatten riesige Vorderräder - je größer das Rad desto schneller wäre man. Früher waren die Reifen noch aus Holz und nun kam es zu einer Besserung durch Metallreifen. Vollgummireifen kamen erst später. In den 1880ern erhielten die Fahrräder Ketten und wurde dann als ,,sicheres Fahrrad" bezeichnet. Ebenfalls in diesem Jahr kamen die Luftgefüllten Reifen hinzu. Erst 90 Jahre später im Jahr 1970 wurde letzten Endes die Kettenschaltung dazu produziert.

Montag, 24. September 2018

Book Review: The Jane Austen Handbook

Bildergebnis für the jane austen handbook

Diese Buch ist nicht nur sehr informativ sondern auch sehr unterhaltsam. Ein sehr kleiner süßer Ratgeber wie man zu Jane Austens Zeiten gelebt hat. Dieses Buch ist auf jeden Fall das Geld wert. Es geht darum wie man sich einen Ehemann sucht und das Perfekte Diner gibt.

Des weiteren geht es um Kutschen, Kleidung, Hobbys, Angestellte, Krankheiten, Partys und Bälle. Besonders empfehlen kann ich es Janeites, die noch nicht viel Erfahrung mit der damaligen Zeit haben. Für alle anderen Jane Austen Fans ist es einfach ein Muss.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

This Book is very informative and interesting. The Reader learns how Jane Austen lived then.
It's About: Carriages, Dresses, activities, servants, Sickness, Partys and balls. This book is perfect for Young Girls who are new to Jane Austen. And it is a must for everyone else.

Freitag, 27. Oktober 2017

High Perch Phaetons und Kutschenkleider

Während der Regency-Ära wäre eine Dame niemals in einer Kutsche in der Öffentlichkeit gefahren ohne die richtige Kleidung zu tragen. 


Dies ist vom Januar 1817. Klickt hier um euch noch weitere Kleider anzuschauen.

Auf dem Foto haben wir zwei Damen in einem High Perch Phaeton. Die Besitzer dieser sportlich, schnellen Wagen hatten keinen Platz für einen Kutscher und mussten daher selbst fahren. Phaeton-Sitze waren sehr hoch und weit vom Boden entfernt, die Seiten waren offen und die Hinterräder waren größer als die Vorderräder. 
Diese leichten, luftigen, gut gefederten Kutschen neigten jedoch dazu schnell umzukippen, wenn man zu schnell in Kurven fuhr. Deshalb musste der Fahrer fähig sein die Kutsche gut mit schnellen Bewegungen steuern zu können. 

Das Pfarrhaus in Steventon: Jane Austens Zuhause in ihrer Kindheit


Unten befinden sich Fotos von allen Überresten des Pfarrhauses in Steventon,dass 1820 kurz nach Janes Tod zerstört wurde: Ein Feld mit Bäumen und einer Metallpumpe in einem Gehege. Diese Pumpe ersetzte die Holzpumpe von Janes Zeit.
 Bildergebnis für steventon rectory metal pump            [Steventon.jpg]

Die Rückseite, gezeichnet von Janes Nichte Anna Lefroy, gibt wenige Hinweise über die Größe des Hauses bzw wie die Vorderseite aussah. Man ist sich nicht sicher, wie groß das Haus tatsächlich war. 

Der Pfad der das Pfarrhaus mit der Kirche verband, glich dem Pfad auf diesem Foto. Bei Regen wurde der Weg sehr schlammig.
Bildergebnis für steventon rectory road to church


Sonntag, 22. Oktober 2017

Die Etikette von Visitenkarten

Bildergebnis für calling cards regency


Während der georgianischen, Regency und Viktorianischen Ära waren Visitenkarten ein wichtiges Accessoire für Gentleman und Lady, die ihre Freunde ihre Aufwartung machen wollten. Tatsächlich wurde man ohne diese Karten meistens nicht empfangen. Die Herren konnten ihre Adresse auf den Karten hinterlegen, die Damen dagegen nicht. Die besten Visitenkarten wurden aus einfachem Papier mit ausgezeichneter Qualität und Gravur hergestellt. Die Karten der Herren waren kleiner als die der Damen. Kartenverzierungen galten als schlechten Geschmack, obwohl die farbenprächtige Visitenkarte im 19.Jahrhundert ziemlich verbreitet zu sein schien. 
Für die Empfänger waren Visitenkarten sehr praktisch um zu sehen, wer in ihrer Abwesenheit zu Besuch gewesen war und wen man dementsprechend aufsuchen musste. Sie waren außerdem effektiv um zusehen wo man in der Gesellschaft stand. 

Regeln

Eine Dame würde sofort jedem ihrer Familienmitglieder bescheid geben, sobald sie sich in derselben Stadt aufhielt. Sie blieb in der Kutsche während der Bräutigam eine Karte hinterlegte. 
Die Karte wurde der Herrin des Hauses übermittelt, die dann entscheiden konnte ob sie den Besucher sehen wollte. Wenn die Herrin "nicht zu Hause war" war es eine Ablehnung des Besuches. 
Die Karten der Besucher wurden in der Eingangshalle auf einem Silbertablett platziert. Die Tabletts hatten einen großen hohen Rand, damit die Karten nicht wegrutschten. In weniger wohlhabende Familien wurden Porzellanschalen verwendet.
Bei einem ersten Besuch war es ratsam einfach die Karte zu hinterlassen ohne nach der Anwesenheit der Herrin zu fragen. Diese würde dann selbst den nächsten Schritt machen.
Mitte des 19. Jahrhunderts konnten die Frauen nicht nur ihre eigene sondern auch zwei Karten ihres Mannes hinterlassen. 
Eine umgedrehte Ecke sagte, dass die Karte persönlich und nicht von einem Diener geliefert wurde. Auf den Ecken standen dann die Worte Besuch, Affäre, Glückwünsche und Abschiede. Je nachdem welche Ecke umgeklappt wurde erklärte den Grund des Besuches. 
Neuankömmlinge warteten bis sie von ihren Nachbarn zuerst Karten erhielten. 
Formelle Aufwartungen wurden nach Ereignissen wie Heirat oder einer Geburt gemacht. Beileidsbekundungen oder Glückwünsche wurden eine Woche nach dem Ereignis ausgesprochen. 
Es gab einmal Morgenbesuche zwischen 15 und 16 Uhr. Halbzeremonielle Besuche zwischen 16 und 17 Uhr und intime Besuche zwischen 17 und 18 Uhr. Allerdings nie am Sonntag, denn der war stets für die Familie, Verwandte und enge Freunde reserviert. 
Die Besuche waren kurz und dauerten 20 bis 30 Minuten. Wenn ein zweiter Besucher kam, verließ der erste Besucher innerhalb von 2 Minuten die Person. 
Ein Besuch sollte innerhalb von 7 bis spätestens 10 Tagen erwidert werden.

Mittwoch, 30. August 2017

The Secret of Pembrooke Park von Julie Klassen

Im Frühling 1818 hat die 24 - jährige Abigail Foster Angst, dass sie dazu bestimmt ist eine alte Jungfer zu werden. Die Finanzen ihrer Familie liegen im Ruin und der einzige Mann, den sie wahrhaft wertschätzt, ist in eine andere junge Dame verliebt - in ihre jüngere, hübschere Schwester Louisa. Ihre Eltern hoffen in der nächsten Londoner Saison trotzdem noch, dass ihre Schwester eine vorteilhaftere Beziehung eingeht. Bei der Suche nach günstigen Unterkünften wird ihnen ein verlockendes Angebot gemacht: ein Landsitz in Berkshire, dass vor 18 Jahren aufgegeben wurde. Die Fosters reisen nach Pembrooke Park. Die Einheimischen erzählen Geschichten über einen geheimen Raum mit einem verborgenen Schatz und einem Mord, der damit in der Vergangenheit zu tun hatte.
Abigail beginnt ihre Suche mit Hilfe des hübschen Lokalhurats William Chapman und seiner Schwester Leah. Dabei hilft ihr nicht nur ihre Entschlossenheit sondern auch alte Zeitungsausschnitte von einem früheren Bewohner. Als alt Freunde und neue Feinde nach Pembrooke Park kommen, kommt die Wahrheit ans Licht. 
Wird Abigail den Schatz und die Lieben finden, die sie sucht...oder gerät sie in sehr große Gefahr?



Sonntag, 28. Mai 2017

James Gillray


Bildergebnis für james gillray

Einer der bekanntesten Karikaturisten zu Jane Austens Zeiten war James Gillray, der politische Cartoons zeichnete. Seine Titelbezeichnungen waren für seine Zeit etwas unüblich. Obwohl seine Beobachtungen oftmals unschmeichelhaft waren, war er doch sehr beliebt und seine Illustrationen verkauften sich gut in einem Laden in der St. James Street und lockte sogar die Schirmherrschaft des Prinz Regenten an. Gegen Ende seines Leben begann er seinen guten Blick zu verlieren. Er starb 1815 als Alkoholiker und Verrückter.

Wie ich zum schreiben kam

Ich bin keine große Rednerin, dafür schreibe ich Bücher. Aber wie fing diese Leidenschaft an? Diese Frage wurde mir schon sehr oft gestellt.

Den häufigsten Rat den man beim Schreiben bekommt ist der: die Ideen kommen von selber beim schreiben. Tagebuch führen ist der beste Weg damit zu beginnen. Und außerdem kann es keiner außer dir lesen.

Ich glaube ich war 10 Jahre alt und es war Sommer als ich mein erstes Tagebuch begann. Ich fing einfach an über meinen Tag zu schreiben. Was genau an dem Tag war kann ich euch leider nicht mehr sagen. Das ist zu lange her. Mein Tagebuch war ein kleines buntes Buch das ich von meiner Schwester mit einem Bild von ihr bekommen habe. Irgendwo werde ich es auch bestimmt noch liegen haben. Und von da an fing ich gerne an mit schreiben.

Ich schrieb so gut wie jeden Tag in das kleine Buch. Ich schrieb meine tiefsten Geheimnisse und Gefühle hinein. Meine Einträge änderten sich natürlich über die Jahre. Früher schrieb ich einfach nur meine Tagesabläufe hinein. Heute meine Hoffnungen und Träume - besonders was die Zukunft betrifft. Natürlich gab es auch Zeiten in denen ich mein Tagebuch vollkommen vergessen habe. Heutzutage schreibe ich meine Pläne auf, besondere Ereignisse, Sprüche und Geheimnisse meines Herzens. Auch meine Schreibweise veränderte sich über die Jahre. Und schon sehr bald stand fest, dass ich einmal eine richtige Schriftstellerin werden wollte. Und mir gefiel bzw. gefällt die Idee, dass jemand mal meine Tagebücher liest wenn ich tot bin.

Es ist auch immer wieder aufregend und lustig sich alte Tagebucheinträge durchzulesen. Ich finde es auch schön mir meine Kinderhandschrift anzuschauen und die verschieden Phasen, die ich hatte :D
Niemals hätte ich gedacht, dass mir meine Tagebücher mal soviel bedeuten würden. Vielleicht werde ich sie eines Tages mal meinen Kindern und Enkelkindern zeigen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Die Sprache der Fächer

Bildergebnis für fächer
Joseph Addison, eine englischer Schriftsteller aus dem 16.Jahrhundert sagte einmal: Männer haben ihr Schwert, Frauen ihren Fächer und der Fächer ist möglicherweise die effektivere Wache.

Die Sprache des Fächer ist etwas, dass in Vergessenheit geraten ist. Im gregorianischen England trugen Frauen den Fächer als ein Mode-Accessoire. Und das zu jeder Tageszeit. Klassische Fächer, beschafft aus Italien, ersetzte das übbige im französischen Rokoko. Genauso wie Wert gelegt wurde auf schöne zarte Hände, so spielte auch der Fächer eine wichtige Rolle beim Flirten.

Für mehr Informationen schaut euch diese Seite an:

fancircleinternational

Sonntag, 4. Dezember 2016

Licht im Dunkeln

Noch vor 200 Jahren war es schwer, eine ausreichende Innenbeleuchtung zu bekommen. Öllampen, die es schon in der Anike gab, hatten einen unangenehmen Fischgeruch. Es war Brauch für die Familien nachts als Gruppe am Kamin zu sitzen, zu lesen, Näharbeiten zu machen und Geschichten vorzulesen, aber meistens gingen die Leute zu Sonnenuntergang ins Bett und standen bei Sonnenaufgang auf. Nur die wohlhabenderen Menschen konnten es sich leisten, eine Vielzahl von Kerzen brennen zu lassen.

Traditionell wurden in England Kerzen in großen Säälen, Kirchen und Klöstern im Mittelalter verwendet. Darüber hinaus beleuchtete man damit auch Läden und Hütten. König Alfred benutze zur Beleuchtung Fackeln in den Wänden. Viele Jahrhunderte lang waren Kerzen teure Gegenstände in Europa.

Bis zum 19 Jahrhundert wurden Talg-Kerzen hauptsächlich von den Ärmeren Leuten benutzt. Die Schlachtung eines Ochsen stellte genug Talg für drei Jahre Kerzen und ein gut organisierter Haushalt könnte so 300 Kerzen produzieren.

Mittwoch, 31. August 2016

Ankleiden einer Regency Dame

Ablauf der Toilette
[stays.bmp]
Zuerst ist die Unterwäsche dran. Zudem trägt sie eine Haube, Strümpfe und Pantoffeln. Auf dem Boden steht eine Schüssel und ein Krug mit Wasser. Schmuck, Haarnadeln und Gegenstände zur Körperpflege liegen auf der Frisierkommode bereit.

Die erste Schicht ist ein dünnes Unterhemd.

Die nächste Schicht ist das Korsett. Es wurde über dem Unterhemd getragen.
Zum Schluss kommt der taillierte Unterrock.

Manche Frauen trugen gepuderte Perücken, damit die Frisuren am Morgen nicht Zuviel Zeit in Anspruch nahmen. Die Dame sitzt während dessen in einem einfach Musselin Tageskleid auf dem Hocker und liest ein Buch. Hier einige Frisuren aus der Regency Zeit:
   
  

Jetzt wird die Dame fertig angekleidet:
                                                                           
Sie trägt ein Abendkleid, den passenden Schmuck, einen Fächer und einen großen Schal oder Tuch, wie man es auch nennen möchte.

Song Challenge: Days 17+18

Day 17: Ein Lied, dass du oft im Radio hörst
Hm...also das ist extrem einfach zur Zeit :D

Day 18: Ein Lied, dass du gerne im Radio hören würdest
Okay, ich glaube das Lied habe ich hier schon mal genommen, aber was anderes fällt mir da spontan nicht ein.

The Young Victoria


Endlich habe ich es geschafft über diesen Film zu schreiben. Ich habe ihn gleich beim ersten Mal geliebt!!!!! Ich kann euch den Film wirklich nur empfehlen.
Bei Historischen Verfilmungen fragt man sich natürlich immer, wieviel Wahrheit steckt dahinter? Natürlich hat damals keiner von uns gelebt. Der Film wurde so schön gemacht, dass es einem in dem Moment wirklich egal ist.



Emily Blunt war in jeglicher Hinsicht die perfekte Victoria. Als ich ihren Namen las war ich mir erst unsicher, ob sie nicht zu modern dafür wäre. Nach einigen Minuten hatte ich sofort meine Vorurteile über Bord geworfen. Man sieht auch im Film, dass ihre Figur schwere Zeiten durchmachen musste.
Aber gehen wir weiter zu Albert..


Albert war ebenfalls einfach nur wunderbar. Ich war wirklich beeindruckt von diesem Charakter. Das es ein Happy End gibt, könnt ihr euch sicherlich denken. Victoria merkt am Ende des Films, dass sie ohne ihren Albert einfach nicht leben kann und seine Hilfe auch mal annehmen sollte. Das er George Wickham in P&P von 2005 spielt ist euch aufgefallen oder?
Aber keine Sorge, dass ruiniert seine Figur als Albert auf gar keinen Fall.

Die Liebe der beiden ist mit das schönste an dem ganzen Film. Jetzt denkt bitte nicht, dass es nur eine romantische Liebesschnulze ist, der Film ist auch sonst sehr unterhaltsam. Auch die Kleidung von Victoria ist einzigartig gut dargestellt. Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von der Mitte des 19.Jahrhunderts, aber bei diesem Film ändert man seine Meinung. Ich würde auch gerne einmal diese Kleider tragen...
Und das Hochzeitskleid erst <333
Schaut es euch einfach an, das kann man so gar nicht beschreiben. Die Hochzeitsszenen waren daher auch einer der schönsten. Am Ende des Filmes kommt dann noch ein Text, der die Zuschauer informiert wann und warum Albert verstarb.