Mittwoch, 15. August 2012

Georgette Heyer

Die englische Schriftstellerin wurde am 16.August 1902 in Wimbledon geboren. Mit sieben Jahren schrieb sie ihren ersten Roman ,,The Blach Moth. Dieser wurde 1921 veröffentlicht. Mit 23 Jahren heiratete sie den Bergbauingenieur Ronald Rougier. Georgette Heyer starb am 5.Juli 1974 in London. 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/1/15/Georgette_Heyer.jpg 

Auf dieser Seite findet ihre weitere Bilder zu Georgette Heyer:
http://www.colby.edu/personal/l/leosborn/heyer/ 


Und hier ist die Liste mit ihrer geschriebenen Bücher

April Lady
Arabella
Bath Tangle
The Black Moth
The Black Sheep
Charity Girl
A Civil Contract
The Convenient Marriage
The Corinthian
Cotillion
Cousin Kate
Devil's Cub
       False Colours
Faro's Daughter
The Foundling
Frederica
Friday's Child
The Grand Sophy
An Infamous Army
Lady of Quality
The Masqueraders
The Nonesuch
Powder and Patch
       The Quiet Gentleman
Regency Buck
The Reluctant Widow
The Spanish Bride
Sprig Muslin
Sylvester
The Talisman Ring
These Old Shades
The Toll Gate
The Unknown Ajax
Venetia
      

Donnerstag, 9. August 2012

Wie wohlhabend ist Mr. Darcy wirklich? / How wealthy is Mr. Darcy really?

Jane Austens Romane sind großzügig mit Verweisen auf Geld versehen. Die Charakter zeichnen sich durch ihr Vermögen und Einkommen so wie durch ihre Auftritte und Manieren aus. Jane Austen war nicht so zynisch zu glauben, dass Geld das Glück sichern konnte, aber Realist genug um zu verstehen, das ein ausreichendes Einkommen entscheidend für die Ehe war und das eine gute Ehe durch ein wesentliches Vermögen gestärkt wurde. Obwohl sie vergeblich versuchte als Schriftstellerin anonym zu bleiben, war sie sehr aufmerksam auf die Rezeption ihrer Werke gewesen und sie hielt ihre genauen Einkünfte durch das Schreiben fest. Mr. Darcy ist nicht der wohlhabendste von Jane Austens Charakteren. Diese Ehre fällt an Mr. Rushworth in Mansfield Park. Trotzdem ist Mr. Darcy sehr wohlhabend. Er hat ein Einkommen von 10.000€ pro Jahr, wenn wir das mit 33.13 € multiplizieren, dann sehen wir, dass Mr. Darcy ein Einkommen von weit über 300,00€ pro Jahr hat. Darüber hinaus gehört Mr. Darcy zu einer sehr ausgewählten Gruppe. G.E. Mingay, ein Wirtschaftshistoriker, schätzt, dass es im Jahre 1790 (ungefähr Jahr vor der Zeit von Stolz und Vorurteil) nur 400 Familien unter dem Landadel in England gab, deren Einkommen innerhalb dieses Bereiches sank, ein Bereich von 5.000 € auf 50.000€ pro Jahr, wobei der Durchschnitt bei 10.000€ pro Jahr lag. Im Jahre 1795 war das Einkommen eines ,,führendes Kaufmannes oder Bankiers" nur 2.000€ pro Jahr. Mr. Bennet ist nicht so reich mit dem Einkommen von nur 2.000€ oder etwas mehr als 65.000€ pro Jahr. Sowohl Jane als auch Elizabeth haben sehr gut geheiratet. Mr. Wickham ist auch ein interessanter Fall. Geld in ,,Stolz und Vorurteil" ist in erster Linie ein Maß für Wohlstand und Sicherheit. Die Einstellung gegenüber Geld in ,,Sinn & Sinnlichkeit" dienen mindestens zwei weiteren Zwecken. Sie geben Einblicke in die Werte und Geschmäcker der Charaktere und helfen uns zu verstehen, was zur Jane Austens Zeit ein angemessenes Einkommen war. Man schätzt das John Dashwoods Einkommen 5.000€-6.000€ pro Jahr waren - und damit ist er sogar reicher als Mr. Bingley. Jeder der Dashwood Töchter hat 1.000€ von ihrem Onkel geerbt. Sie sind nicht reich, aber sie scheinen finanziell komfortabel zu sein. In ,,Persuasion" scheint Sir Walter Elliot mit seiner Familie in großer Not geraten zu sein. Finanzielle Angelegenheiten in Jane Austens Leben haben sowohl ihre dunklen als auch ihre hellen Seiten. Durch ihre sorgfältig geführten Aufzeichnungen weiß man, dass Jane Austen insgesamt 684, 13€ verdiente. Essen scheint, mit wenigen Ausnahmen, im 19.Jahrhundert günstiger zu sein als heute. Fleisch, Butter und Käse waren wesentlich billiger, aber aus irgendeinem Grund war Fisch etwas teurer. Und der Preis war damals fast der gleiche wie es jetzt ist. Trotz allem kann man sagen, dass das Leben zu Jane Austens Zeit deutlich günstiger war als unser eigenes heutzutage. Niemand will Jane Austen mit einem Taschenrechner zur Hand ständig lesen - und schon gar nicht ich. Aber es gibt Zeiten, an denen es nützlich sein könnte.
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Jane Austen's novels are liberal with references to money. Characters are defined by their wealth and income as much as by their appearances and manners. Jane Austen was not so cynical as to believe that money could ensure happiness, but was enough of a realist to understand that a sufficient income was crucial to marriage and that a good marriage was strengthened by substantial wealth. Although she tried in vain to remain anonymous as a writer, she was very attentive to the reception of her works and she recorded her exact earnings from writing. Mr. Darcy is not the wealthiest of Jane Austen's characters. That honor goes to Mr. Rushworth in Mansfield Park. Nevertheless, Mr. Darcy is very wealthy. He has an income of €10,000 per year, if we multiply that by €33.13, we see that Mr. Darcy has an income of well over €300.00 per year. Moreover, Mr. Darcy belongs to a very select group. G.E. Mingay, an economic historian, estimates that in 1790 (about a year before the time of Pride and Prejudice) there were only 400 families among the landed gentry in England whose income fell within this range, a range of €5,000 to €50,000 per year, with the average being €10,000 per year. In 1795 the income of a "leading merchant or banker" was only €2,000 per year. Mr. Bennet is not so rich, with income of only €2,000, or just over €65,000 per year. Both Jane and Elizabeth married very well. Mr. Wickham is also an interesting case. Money in "Pride and Prejudice" is primarily a measure of wealth and security. The attitudes toward money in Sense & Sensibility serve at least two other purposes. They provide insight into the characters' values ​​and tastes, and help us understand what was a reasonable income in Jane Austen's time. John Dashwood's income is estimated to have been $5,000-$6,000 per year - making him richer than even Mr. Bingley. Each of the Dashwood daughters inherited $1,000 from their uncle. They are not rich, but they seem to be financially comfortable. In Persuasion, Sir Walter Elliot and his family seem to have fallen on hard times. Financial matters in Jane Austen's life have both their dark and bright sides. From her carefully kept records, we know that Jane Austen earned a total of $684.13. Food, with a few exceptions, seems to have been cheaper in the 19th century than it is today. Meat, butter and cheese were much cheaper, but for some reason fish was a little more expensive. And the price was almost the same then as it is now. Despite all this, it can be said that life in Jane Austen's time was considerably cheaper than our own today. Nobody wants to read Jane Austen all the time with a calculator at hand - and certainly not me. But there are times when it might be useful.

Sonntag, 5. August 2012

Wie verbrachte ein Gentleman seine Zeit? / How did a gentleman spend his time?

Die meiste Zeit verbrachten die Gentleman damit ihren Lebensunterhalt weiterhin zu verdienen. Eine Pflicht, die man hatte, wenn man ein Lord oder ein Mitglied des Parlaments war, war das Land zu regieren. Das House of Lords war zu dieser Zeit das gesetzgebende Organ und das House of Commons war mehr das House of Review. Um ein Mitglied des House of Lords zu sein, musste man einen erblichen Titel besitzen. Colonel Fitzwilliams Vater wäre ein Mitglied des House of Lords gewesen. Man wurde erwählt um ein Mitglied des House of Lords zu sein, aber es wurde als Verdienst des Landes angesehen und wurde daher nicht dafür bezahlt. Auch gab es nicht das allgemeine Wahlrecht und es gab keine geheimen Abstimmungen. Das House of Commons wurde von den reichen Landbesitzern gemacht. Das Parlament machte von Mitte Januar bis Anfang August eine Oster-Pause von mehreren Wochen. Das heißt, dass man für die meiste Zeit in London lebte. Viele der Adeligen blieben bis nach Ostern auf ihrem Landsitz. Andere verbachten ihre Zeit in Badeorten wie Bath oder Brighton. Mai und Juni waren die Monate, die man ,,The Saison" nannte. Während dieser Zeit gab es in London viele Bälle und Dinner-Partys, vor allem Mittwochs und Samstags, wenn das Parlament früh aufstand. Als die Vogelschießen-Saison vorbei war, gab es trotz allem noch viel zu tun, wie die Fuchs Jagd-Saison, die am ersten Montag im November begann und weiter durch den Dezember verlief. Auch dies war mehr als nur ein Sport. Ein hungriger Fuchs war im Winter nicht nur eine Gefahr für die Schafe und das das Geflügel sondern auch für Kaninchen und Vögel. Die Fuchsjagd konnte noch je nach Wetter bis Januar gehen, falls man nicht in London zur Eröffnung Parlaments sein musste. Das bedeutet, dass Weihnachten auf dem Land verbracht wurde, die Weihnachtsfeste in diesen Zeiten jedoch nicht so wichtig waren, als es später erst wurde. Denkt daran, dass Mr. und Mrs. Gardiner zu Weihnachten nach Loungbourne kamen und ,obwohl sie hingebungsvolle Eltern waren, ihre Kinder nicht mitbrachten. Eine andere Pflicht, die ein Grundbesitzer hatte, war wie ein lokaler Richter zu fungieren. Ein Gentleman würde zum jagen, zu Rennveranstaltungen, zum schießen und zum fischen gehen. Wie wir von Mr. Darcy und Mr. Bingley wissen, war Billard spielen ein weiterer beliebter Zeitvertreib und die meisten Landhäuser hatten einen eigenen Billardraum. Das Tageslicht musste in vollem Umfang genutzt werden, da man sich noch kein künstliches Licht mit Strom schaffen konnte. Deshalb wurde Dinner-Partys und Bälle meist in den Sommermonaten veranstaltet, denn das Reisen in der Nacht war so sicherer. Das ist auch der Grund, warum das Abendessen auf dem Lande eher statt fand als in London. Londons Straßen wurden mit Fackeln beleuchtet und so war das Reisen in der Nacht nicht so sehr gefährlich. Obwohl die Diener früher aufstanden, war das Frühstück in der Regel meist um 10 Uhr. Es gab so viele weitere Aktivitäten die vor dem Frühstück durchgeführt wurden, als wir es uns heutzutage vorstellen könnten. Falls man in einer Stadt gelebt hätte, fuhr man vor den Frühstück in einen Park, besuchte eine Leihbibliothek oder ging einkaufen. Wenn man auf dem Land lebte, konnte man zur Inspektion über das Anwesen reiten oder sich an den Bräutigam, Jagdaufseher oder Verwalter wenden. Das Frühstück dauerte etwa eine Stunde. Wenn Jane Austens Mutter zu Besuch bei anderen Leuten war schrieb sie einen Brief an nach Hause in dem sie erzählte, dass das Frühstück aus Schokolade, Kaffee, Tee, Pflaumenkuchen, warme und kalte Brötchen, Brot, Butter und Toast bestand. Da das Frühstück so spät war, gab es kein regelmäßiges Mittagessen. Wenn man draußen einkaufen war, konnte man ein Stück Kuchen oder Torte essen. Wenn von einem ,,Morgen-Besuch" die Rede war, dann bedeutete es, dass es ein besuch zwischen 11-15 Uhr gewesen war. Morgen-Besuch waren eine der wichtigsten Aktivitäten der Damen. Wenn man zu Hause war verbrachte man seine Zeit mit lesen, Üben von Musik, Malerei oder nähen. Als ihre ,,Arbeit" bezeichneten die Damen das nähen. Der Abend wurde im Gespräch verbracht, im lauschen von musikalischen Darbietungen, Karten spielen, Gesellschaftsspielen oder dem Vorlesen. Wenn ein Mädchen etwa 17 Jahre alt war, wurde sie in die Gesellschaft eingeführt, in der Regel von ihren Eltern auf einer Party oder einem Ball und dann begleitete sie ihre Mutter beim Morgen-Besuch. Wenn sie ausreichend hoch auf der sozialen Leiter waren wurden sie bei Hofe vorgestellt. Ihr habt sicher bemerkt, dass Mrs. Bennet fragte ob Miss de Bourgh anwesend war. Traditionell wurden die jüngeren Mädchen in der Familie nicht eingeführt bis ihre älteren Schwestern verheiratet waren oder in der Gesellschaft eine ausreichende Anzahl an Jahren besaßen, sodass sie in die Kategorie der ,,alten Jungfer" gefallen waren. Mrs. Bennet hatte diese Tradition nicht eingehalten, da sie darauf bedacht war alle Mädchen so schnell wie möglich zu verheiraten und sie wollte auch sich selbst amüsieren. Dies könnte Elizabeth Antwort auf Lady Catherine verständlicher machen. Andere Aspekte der Gesellschaft haben sich in den 200 Jahren verändert seit Jane Austen ihre Romane schrieb. Ich hoffe, dass ich euch trotz allem Einblicke in ihre Welt zeigen konnte.
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Most of the time the gentlemen spent earning their living. One duty you had if you were a Lord or a Member of Parliament was to govern the country. The House of Lords was the most important legislative body at the time and the House of Commons was more the House of Review. To be a member of the House of Lords you had to have a hereditary title. Colonel Fitzwilliam's father would have been a member of the House of Lords. You were elected to be a member of the House of Lords but it was considered a service to the country and so you were not paid for it. Also there was no universal suffrage and there were no secret votes. The House of Commons was run by the wealthy landowners. Parliament took an Easter recess of several weeks from mid-January to early August. This meant that most of the time they lived in London. Many of the nobles stayed at their country estates until after Easter. Others spent their time in seaside resorts such as Bath or Brighton. May and June were the months known as "The Season". During this time there were many balls and dinner parties in London, especially on Wednesdays and Saturdays when Parliament rose early. When the bird-shooting season was over there was still plenty to do, such as the fox hunting season, which began on the first Monday in November and continued through December. This too was more than just a sport. A hungry fox was a danger not only to sheep and poultry in winter, but also to rabbits and birds. Fox hunting could go on until January, depending on the weather, if one did not have to be in London for the opening of Parliament. This meant that Christmas was spent in the country, but Christmas festivities were not as important during this time as they became later. Remember that Mr. and Mrs. Gardiner came to Loungbourne for Christmas and although they were devoted parents they did not bring their children. Another duty a landowner had was to act as a local magistrate. A gentleman would go hunting, racing, shooting and fishing. As we know from Mr. Darcy and Mr. Bingley, playing billiards was another popular pastime and most country houses had their own billiard room. Daylight had to be used to the full as artificial light could not yet be created using electricity. Therefore, dinner parties and balls were usually held in the summer months as it was safer to travel at night. This is also why dinner was more common in the country than in London. London's streets were lit with torches and so traveling at night was not as dangerous. Although servants got up earlier, breakfast was usually at 10am. There were so many more activities that took place before breakfast than we can imagine today. If you lived in a city, you would drive to a park, visit a lending library or go shopping before breakfast. If you lived in the country, you could ride across the estate to inspect it or to speak to the groom, gamekeeper or steward. Breakfast lasted about an hour. When Jane Austen's mother was visiting other people, she wrote a letter home saying that breakfast consisted of chocolate, coffee, tea, plum cake, hot and cold rolls, bread, butter and toast. Because breakfast was so late, there was no regular lunch. If you were out shopping, you could have a piece of cake or pie. When a "morning visit" was mentioned, it meant that it had been between 11am and 3pm. Morning visits were one of the main activities of the ladies. When you were at home, you spent your time reading, practicing music, painting or sewing. The ladies referred to their "work" as sewing. The evening was spent in conversation, listening to musical performances, playing cards, board games or reading aloud. When a girl was about 17 years old she was introduced into society, usually by her parents at a party or ball and then accompanied by her mother on the morning visit. If they were sufficiently high up the social ladder they were introduced at court. You will have noticed that Mrs. Bennet asked if Miss de Bourgh was present. Traditionally the younger girls were not introduced into the family until their older sisters were married or had a sufficient number of years in society that they had fallen into the category of "spinster". Mrs. Bennet had not followed this tradition as she was anxious to get all the girls married as quickly as possible and she also wanted to amuse herself. This might make Elizabeth's response to Lady Catherine more understandable. Other aspects of society have changed in the 200 years since Jane Austen wrote her novels. I hope I have nevertheless been able to give you some insight into her world.

Freitag, 3. August 2012

Wie haben die Menschen ihr Geld verdient? / How did people make their money?

Die beste Art eines Gentleman war von den Mieten auf ihrem Land zu leben, daher der Begriff ,,Landadel". Der durchschnittliche Farmer vermietete seine Farm von einem Gutsbesitzer, der große Landflächen geerbt hatte, die ganze Dörfer und manchmal auch eine ganz große Stadt beinhalteten. Das Ersatz-Kapital wurde in die Staatsleihen investiert, die    5 % zahlten. Mr. Bennet war ein Gutsbesitzer, aber offensichtlich nicht in solchem Ausmaß wie Mr. Darcy. Der Grundbesitz ging an den ältesten Sohn. Der Apotheker, eine Mischung aus einem Apotheker und einem Arzt, und der Chirurg waren mehr respektablere Handwerker als das sie sozial gleichgestellt angesehen wurden, deshalb würde der Sohn eines Gentleman von dieser Arbeit nichts halten. Die Armee war der beliebteste Weg von jungen Söhnen. Man benötigte Geld um ein Offizier in einer regulären Armee zu sein wie man eine Kommission zu kaufen hatte und Beförderung war mehr eine Frage der Förderung anstatt der Fähigkeiten. Die Offiziere die in Meryton stationiert waren, waren nicht in der regulären Armee, sondern Mitglieder der Bürgerwehr, dies war eine Kraft von Freiwilligen die bisher nur in Zeiten des Krieges bestanden zur Verteidigung des Landes. Um als Offizier die Bürgerwehr beizutreten brauchte man keine soziale Herkunft oder das Geld um in die reguläre Armee zu gelangen. George Wickham trat der Bürgerwehr als Ergebnis einer zufälligen Begegnung mit einem alten Freund bei; aber als er Lydia heiratete kaufte Mr. Darcy für ihn in der regulären Armee eine Provision, dass ihm eine reguläre Beschäftigung und einigen Status in der Gesellschaft brachte. Die Armee Bezahlung war genug zum Leben, aber nicht viel mehr, vor allem, wenn man den Lebensstandart der wohlhabenden Familie, aus der man kam, aufrecht erhalten wollte. Viele Söhne reicher Eltern, die der Armee beigetreten waren, hatten auch einen Freibetrag, dass ihnen half in dem Stil, den sie gewohnt waren, weiter zu leben. Colonel Fitzwilliam ist ein typischer Fall. Er war der jüngere Sohn eines Grafen und hatte als solcher ausreichend Förderung in den Reihen der Offiziere und er führte eine bequeme Existenz, aber wenn er ein Mädchen heiraten würde, dass selbst kein beträchtliches Vermögen besäße, wäre er weiterhin nicht mehr dazu in der Lage, den Lebensstil, den er zurzeit Genoss, noch länger aufrecht zu erhalten. Die Marine war nicht ganz so sozial akzeptabel wie die Armee.  Und natürlich war die Gelegenheit für die Teilnahme an sozialen viel beschränkter. Es wäre viel wahrscheinlicher, wenn ein Sohn von Mr. Collins oder der Lucas-Familie ein Marineoffizier geworden wäre, als der Sohn von Mr. Darcy oder Fitzwilliam. Das Gesetzt hatte verschiedene Ebenen der Respektabilität. Mr. Darcy hatte einen Onkel, der ein Richter war. Um ein erfolgreicher Londoner Anwalt zu werden, brauchte man nicht nur Köpfchen, sondern auch soziale Beziehungen und Geld um sich zu sichern. Die andere Alternative für die jüngeren Söhne war die Kirche. Denkt daran, dass England eine Staatskirche hat, das heißt die Kirche von England hat offizielle staatliche Anerkennung als Religion der Menschen. Das Staatsoberhaupt ernennt die Bischöfe und die Kirche von England erhält staatliche Förderung. Im 18.Jahrhundert gab es auch erhebliche Förderungen. Wenn ihr der lokale Landbesitzer wäret, dann hättet ihr die Macht einen lokalen Geistlichen zu ernennen. Dies bedeutet, dass es möglich war, die Position des Pfarrers in der Kirchengemeinde zu kaufen. Alles was man tun musste um einPfarrer zu werden, war sein Studium an einer anerkannten Universität abzuschließen und dann wandte man sich an einen Bischof der einem zuerst einige grundlegende Fragen über den Glauben der Staatskirche stellte, bevor er einen ordinierte. Viele Pastoren waren gute und würdige Männer. Mr. Collins gewann die Pfarrei Hunsford, weil Lady Catherine De Bourgh Lust bekam jemanden zu haben der auf Befehl hin sofort ankriechen würde. Eine andere Möglichkeit war das ein Pfarrer, der hart für ein wenig Geld arbeitete, nur hoffen konnte, das sich eines Tages jemand überlegen würde das man gut genug wäre um der Gönner des Pfarrers zu werden. Allerdings waren es sich sehr schnell ändernde Zeiten. Denkt daran, das es die Zeit der industriellen Revolution war.

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The best way for a gentleman was to live off the rents on their land, hence the term "landed gentry". The average farmer rented his farm from a landowner who had inherited large tracts of land that included whole villages and sometimes a large town. The replacement capital was invested in the government loans, which paid 5%. Mr. Bennet was a landowner, but obviously not to the extent of Mr. Darcy. The landed property went to the eldest son. The apothecary, a mixture of a pharmacist and a doctor, and the surgeon were more respectable tradesmen than social equals, so a gentleman's son would not think much of this work. The army was the most popular path for young sons. You needed money to be an officer in a regular army, like buying a commission, and promotion was more a matter of promotion rather than ability. The officers stationed at Meryton were not in the regular army, but members of the militia, this was a force of Volunteers had previously only existed in times of war to defend the country. To join the militia as an officer one did not need social background or the money to join the regular army. George Wickham joined the militia as a result of a chance meeting with an old friend; but when he married Lydia, Mr. Darcy bought him a commission in the regular army, which gave him regular employment and some status in society. Army pay was enough to live on, but not much more, especially if one wanted to maintain the standard of living of the wealthy family one came from. Many sons of wealthy parents who joined the army also had an allowance that helped them to continue living in the style to which they were accustomed. Colonel Fitzwilliam is a typical case. He was the younger son of an earl and as such had sufficient advancement in the officer ranks and he led a comfortable existence, but if he married a girl who did not have a considerable fortune of her own he would not be able to maintain the lifestyle he currently enjoyed. The navy was not quite as socially acceptable as the army. And of course the opportunity for social participation was much more limited. It would be much more likely for a son of Mr. Collins or the Lucas family to become a naval officer than the son of Mr. Darcy or Fitzwilliam. The law had different levels of respectability. Mr. Darcy had an uncle who was a judge. To become a successful London lawyer one needed not only brains but also social connections and money to back oneself up. The other alternative for the younger sons was the church. Remember that England has a state church, that is, the Church of England has official state recognition as the religion of the people. The head of state appoints bishops and the Church of England receives state funding. In the 18th century there was also considerable funding. If you were the local landowner then you had the power to appoint a local clergyman. This meant that it was possible to buy the position of vicar in the parish. All you had to do to become a vicar was to complete your studies at a recognised university and then apply to a bishop who would first ask you some basic questions about the beliefs of the established church before ordaining you. Many vicars were good and worthy men. Mr Collins won the parish of Hunsford because Lady Catherine De Bourgh fancied having someone who would grovel at the drop of a hat when ordered to. Another possibility was that a vicar who worked hard for a little money could only hope that one day someone would think you were good enough to become the vicar's patron. However, these were very fast changing times. Remember, this was the time of the Industrial Revolution.

Samstag, 28. Juli 2012

Das Leben im Georgischen und Regency England

1.Govent Garden:

Der Garten gehörte zuerst einem Kloster, später jedoch als Henry VIII. die Kloster auflöste, fiel das Anwesen in den Besitz einer reichen Familie. Später wurde es unter Erlaubnis als Markt für Obst und Gemüse benutzt. Um 1700 wurde es zum Nachtleben Londons. 


2.Die Gesellschaft in der Jane Austen ihr ,,Stolz und Vorurteil" setzte:

Ich möchte versuchen euch eine gewisse Vorstellung der Sitten, Gewohnheiten und Erwartungen des späten 18. und frühen 19.Jahrhunderts zu geben. Dann werdet ihr Wissen, warum bestimmte Handlungen durchgeführt wurden oder warum etwas vor 200 Jahren für skandalös betrachtet wurde. Wenn wir diese Zeit verstehen wollen, dürfen wir uns nicht von unseren Gedanken des 21.Jahunderts ablenken und in die Irre führen lassen. Dies werde ich mit Ausschnitten aus ,,Stolz und Vorurteil" machen, die uns zeigen wie die Welt war. 
Im Film besitz die Familie Bennet nicht gerade viel Vermögen. Aus heutiger Sicht könnten sich die Mädchen Arbeit suchen und einige der Dienerschaft feuern wie den Koch oder die Dienstmädchen, so könne wenigstens ein bisschen Geld gespart werden. Doch in der Gesellschaftsklasse der die Bennets und die Luca-Familien angehörten, war die Ehe die einzige ehrenvolle Versorgung für Frauen. Die Anzahl der Arbeitsplätze für Frauen waren sehr viel begrenzter als in der heutigen Zeit. Immerhin reden wir von einer Zeit ohne Technologie - ohne Radio, Fernsehen, Telefon geschweige dessen Strom. Heutzutage beginnt jeder nach der Schulzeit unterschiedliche Karrieren einzu schlagen, als ,,Stolz und Vorurteil" geschrieben wurde existierte dies wahrscheinlich noch nicht einmal.Es zwar nicht unangenehm als Erzieherin für Kinder zu arbeiten, jedoch hatte man 24 Stunden am Tag Dienst und wahrscheinlich nur eine Woche pro Jahr Urlaub mit einem Gehalt von 10 bis 20 € pro Tag. Von dem Gehalt konnten sie weder reich werden und noch ihren Ruhestand (für uns ,,Rente") planen. So führte man meist ein sehr unglückliches Leben. Die einzige ehrenvolle Beschäftigung war also die Ehe wie bei den Bennets. Es war für eine Frau fast unmöglich sich scheiden zu lassen. Selbst wenn der Mann sie schlug, ihr Geld verbrauchte, ständig betrunken oder untreu war. Sie konnte sich nur scheiden lassen, wenn ihr Ehemann seine Geliebte dazu brachte in der ehelichen Wohnung zu leben. Kommen wir zu einem weiteren Thema. Sicher erinnert ihr euch, dass Mr. Wickham nur an Mädchen mit viel Geld interessiert war. Er wäre mit sicherheit nicht so dumm gewesen mit einer verheirateten, reichen Frau fortzulaufen. Davon einmal abgesehen, dass diese Frau und sowieso das Geld mit an ihrem Ehemann gebunden waren und man so den Geliebten verklagen könne. Man sieht also, das der Besitz eines Mannes seine Frau war und dieser von dem Geliebten einen Schadensersatz verlangen konnte. Der Mann konnte also ungefahr 10.000€ für seinen verletzten Stolz bekommen. Diese Klagen allerdings waren nur zwischen Männern. Eine Frau konnte für ihre Entschädigung nicht mehr erwarten, als das ihr Ehemann sie mit seiner Geliebten verließ. Die Bennet-Töchter hatten keinen Bruder. Hätten sie einen Bruder gehabt, so wäre ihm das ganze Erbe zugefallen, aber er wäre auch verpflichtet wurden seine Mutter und seine unverheirateten Schwester mit unter seinem Dach zu bringen und für ihre finanzielle Vergütung sowie Übernachtung und Verpflegung zu sorgen. Das allerdings würden auch seine eigenen Chancen auf eine Ehe beeinträchtigen, so würde er die Kosten für seine Mutter und Geschwister wie auch für seine Ehefrau und Kinder tragen müssen. Wenn ihr eine junge Dame wäret, würdet ihr euer ganzes restliches Leben lang mit Mrs. Bennets Nerven teilen wollen? Wisst ihr jetzt warum Charlotte Lucas Brüder so erleichtert waren, dass Charlotte doch nicht als ,,alte Jungfer" sterben würde? Da die Bennet-Töchter keinen Bruder hatten, hätte Mr. Collins, falls der Vater gestorben wäre, alles geerbt und die Mädchen stünden ohne ein Zuhause da, außer sie würden von ihrem Onkel Herr Gardiner oder ihrer Tante Mrs. Phillips aufgenohmen werden. Da die Gardiners allerdings eine junge und wachsende Familie war, wäre es unmögliche gewesen mit den Bennet-Töchtern zusätzlich unter ein und demselben Dach zu wohnen. Jane Austen war sich der Entwicklung der Lebenskosten und dem Preis für alles andere bewusst gewesen, auch dem Preis der Ehe. Also sollte ich euch jetzt vielleicht eine Vorstellung von der Entwicklung Lebenshaltungskosten geben. 1 € um 1810 hatte ungefähr die selbe Kaufkraft wie 100€ heute. Das ist eine grobe Schätzung und man muss auch wissen, dass es sich um Zeiten der schnellen Inflation und Rezission während der Napoleonischen Kriegeh handelte, die so nahe an den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg lagen und es während des späten 18. und frühen 19. Jahrundert daher ein sehr instabiler wirtschaftlicher Zeitraum war. Da Mr. Darcy 10.000€ pro Jahr besaß würde sein Einkommen heute irgendwo in der Nähe von 1 mio. Euro pro Jahr liegen. Natürlich hatte er auch seinen Unterhalt und den seiner Schwester und seiner Residenz in Pemberley zu unterhalten. Ihr seht, er war in der Tat ein guter Fang. Eine andere Sache ist, dass einige Dinge, die heute sehr günstig sind, zu Beginn des 18.Jahrunderts extrem teuer waren und einige Dinge damals von größter Notwendigkeit waren und heute jedoch völlig unnötig sind. Reisen ist ein gutes Beispiel. Man konnte sich kein Pferd und Wagen leisten, wenn man ein Einkommen von nur mindestens 1.100€ (heute 110.000€) pro Jahr hatte. In der heutigen Zeit kann man ein Auto besitzen unabhängig davon ob man viel oder wenig verdient, aber die Fütterung und Stallung eines Pferdes und die Zahlung der Löhne eines Bräutigams waren teurer als der Benzin, die Zahlung der Zulassung und Versicherung für ein Auto. Zudem musste man früher bei Reise bzw. Postkutschen für jeden Kilometer bezahlen. Selbst wenn man eigene Pferde besaß konnte man pro Tag nicht mehr als 20-40 Meilen reiten, da sich Pferde ausruhen mussten. Wenn ihr euch zwei Pferde und einen Kutscher gemietet hätten so wären die Kosten 1 € pro Meile. Der Abstand von Loungbourne zu Rosings war, wie wir wissen, 50 Meilen, so würde man in heutiger Sicht umgerechnet insgesamt über 250€ bezahlen. Im Laufe des Romans machte Mr. Collins drei Fahrten zwischen Rosings und die Umgebung von Loungbourne mit im Bezug auf die Hochzeit, sodass es kein preiswertes Geschäft war. Für jemanden der nur wenige Pfennige hatte, musste eine Reise von 50 Meilen sehr sorgfältig abgewogen werden. Betrachtet man die Kosten für die Fahrt, wird einem auch die wirtschaftliche Lage der Gardiners gezeigt, deren Urlaub in Derbyshire eine enorme Menge an Geld gekostet hatte. Doch um soviel vom Einkommen entbehren zu können, bedeutete, dass Mr. Gardiner mit seinen Geschäften äußerst gut dran war. Kleidung war auch sehr teuer. Denkt daran, dass alles per Hand gemacht werden musste, Nähmaschinen kamen bis in die 1818er Jahre nicht in den allgemeinen Gebrauch. Schuhe, Strümpfe, Mützen und Handschuhen, die für Männern und Frauen gekauft werden mussten, waren teuer. Im Jahr 1811 kosteten ein Paar seidene Strümpfe 12 € also 60€ aus heutiger Sicht. Herren-Hemden und Unterwäsche wurde zu Hause genäht, aber ihre anderen Kleider mussten gekauft werden. Frauenkleider wurden zu Hause genäht oder von einer Schneiderin (eine so genannte Mantua Maker), die  2 € ( heute 200€) pro Gebühr erhob. Die industrielle Revolution hatte den Preis reduziert und erhöhte die Menge an Stoff die zum Nähen zur Verfügung stand, aber man benötigte etwa 6-7 m Stoff um ein Kleid zu machen, und der billigste Stoff kostete den Gegenwert von 15€ pro Platz, also auch wenn man das Kleid selber machte würde ungefähr 100€ kosten.

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1.Govent Garden: The garden first belonged to a monastery, but later when Henry VIII dissolved the monasteries, the property came into the possession of a wealthy family. Later it was used as a market for fruit and vegetables under permission. Around 1700 it became London's nightlife.
2.The society in which Jane Austen set her "Pride and Prejudice": I would like to try to give you some idea of ​​the customs, habits and expectations of the late 18th and early 19th centuries. Then you will know why certain actions were carried out or why something was considered scandalous 200 years ago. If we want to understand this time, we must not be distracted and misled by our 21st century thoughts. I will do this with excerpts from "Pride and Prejudice" that show us what the world was like. In the film, the Bennet family does not have a lot of wealth. In today's terms, the girls could look for work and fire some of the servants, such as the cook or the maids, and at least save a little money. But in the social class that the Bennets and the Luca families belonged to, marriage was the only honorable provision for women. The number of jobs available to women was much more limited than today. After all, we are talking about a time without technology - without radio, television, telephone, let alone electricity. Nowadays, everyone starts pursuing different careers after school, but when Pride and Prejudice was written, this probably didn't even exist. While it was not unpleasant to work as a childminder, you were on duty 24 hours a day and probably only got one week's holiday per year with a salary of €10 to €20 per day. They could neither get rich from that salary nor plan for their retirement (we call it a "pension"). So they usually led a very unhappy life. So the only honorable occupation was marriage, like the Bennets. It was almost impossible for a woman to get a divorce. Even if her husband beat her, wasted her money, was constantly drunk or was unfaithful. She could only get a divorce if her husband made his mistress live in the marital home. Let's move on to another topic. You will surely remember that Mr. Wickham was only interested in girls with a lot of money. He would certainly not have been so stupid as to run away with a married, rich woman. Not to mention that this woman and the money were tied to her husband and so you could sue the lover. So you can see that a man's property was his wife and he could demand compensation from his lover. The man could therefore get about €10,000 for his injured pride. These lawsuits, however, were only between men. A woman could not expect more for her compensation than that her husband left her with his mistress. The Bennet daughters had no brothers. If they had had a brother, he would have received the whole inheritance, but he would also have been obliged to bring his mother and unmarried sister under his roof and provide for their financial support and room and board. This would also affect his own chances of marriage, as he would have to bear the expenses of his mother and siblings as well as his wife and children. If you were a young lady, would you want to share the rest of your life with Mrs. Bennet's nerves? Do you now know why Charlotte Lucas' brothers were so relieved that Charlotte would not die an "old maid" after all? Since the Bennet daughters had no brothers, if their father had died, Mr. Collins would have inherited everything and the girls would have been left without a home unless they were taken in by their uncle Mr. Gardiner or their aunt Mrs. Phillips. However, since the Gardiners were a young and growing family, it would have been impossible to live under the same roof with the Bennet daughters. Jane Austen was aware of the development of the cost of living and the price of everything else, including the price of marriage. So perhaps I should give you an idea of ​​the development of the cost of living. 1 € in 1810 had about the same purchasing power as 100 € today. This is a rough estimate and you also have to know that these were times of rapid inflation and recession during the Napoleonic Wars, which were so close to the American War of Independence and it during the late 18th and early 19th centuries was therefore a very unstable economic period. Since Mr. Darcy had 10,000€ per year, his income today would be somewhere in the vicinity of 1 million Euro per year. Of course, he also had his